Laut dem ehemaligen NATO-Generalsekretär ist die einzige Sprache, die Wladimir Putin versteht, „die Sprache der Stärke, Macht und Einheit“. „Deshalb sollten wir weiterhin maximalen Druck auf Russland ausüben, indem wir alle Waffen liefern und alle Gelder für Russland blockieren“, sagte Rasmussen. Ein guter erster Schritt für die EU würde ein Importverbot von rund 75 Prozent russischen Rohöls sein. Dem sollte aber auch ein Gasembargo folgen. „Das würde Putins Kriegsmaschine in die Knie zwingen“, schätzte er ein.
„Ich denke, die Geschichte hat uns gelehrt, dass Zugeständnisse an Diktatoren nicht zum Frieden führen. Im Gegenteil, sie führen zu Krieg und Konflikten“, sagte Rasmussen für Sky News.
Der ehemalige Nato-Chef verwies auch auf die Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der sagte, dass Russlands Präsident nicht gedemütigt werden dürfe. „Ich habe bemerkt, dass jemand angedeutet hat, dass es gefährlich wäre, Putin zu demütigen. Einen Präzedenzfall zu schaffen, unter dem ein Angreifer (...) durch ein Friedensabkommen territoriale Vorteile erlangen kann, wird andere Diktatoren ermutigen. Es wäre ein sehr gefährliches Signal“, schätzte er ein.
Er warnte im britischen Nachrichtenkanal, dass das größte Risiko derzeit ein langwieriger Konflikt sei, da „Putin und Russland Experten für langwierige, ruhende, eingefrorene Konflikte sind“. „Ich denke, Putins Ziel könnte es sein, die Ukraine durch einen langwierigen Konflikt weiter zu destabilisieren und zu schwächen“, sagte er. „Ich denke, das ist im Moment das größte Risiko, und deshalb müssen wir alle Waffen liefern, die die Ukraine braucht“, fügte Rasmussen hinzu.
rp.pl/ps