Bundeskanzler Scholz zieht sich offenbar aus einem Versprechen zu zusätzlicher militärischer Unterstützung Litauens zurück, berichtet die Financial Times. Wie das Blatt erinnert, habe der Bundeskanzler Litauen am 7. Juni zusätzliche militärische Unterstützung zur Abschreckung Russlands zugesagt. Das deutsche Engagement, so die Ankündigung, sollte in Richtung "einer starken Kampfbrigade" ausgebaut werden. Im Falle eines Angriffs, würde sich Deutschland verpflichtet fühlen, "jeden Zentimeter des NATO-Territoriums zu verteidigen".
Stattdessen plane Deutschland, laut der Financial Times, zusätzliche Nato-Truppen nicht in Litauen, sondern in Deutschland zu stationieren. Die besagte Brigade würde demnach nur bei Bedarf von Deutschland nach Litauen entsandt werden dürfen. In Litauen würden laut dem jüngsten Vorschlag etwa 60 Mann ständig stationiert bleiben, der Rest würde regelmäßig vor Ort trainieren. Das Bundesverteidigungsministerium wollte sich zu der Angelegenheit nicht äußern, da es Aussagen ausländischer Politiker und Medienberichte nicht kommentiere, so "FT".
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