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Polnischer Minister verteidigt Containerterminal-Projekt in Świnoujście

20.09.2022 17:00
Die Kritik Deutschlands an den möglichen Umweltauswirkungen sei eher durch den Wunsch motiviert, den Wettbewerb zu unterdrücken, als die Umwelt zu schützen, sagte ein polnischer Minister. 
Das geplante Terminal, das fnf Kilometer von der deutschen Grenze entfernt liegen soll, stoe auf heftige Kritik aus Deutschland.
Das geplante Terminal, das fünf Kilometer von der deutschen Grenze entfernt liegen soll, stoße auf heftige Kritik aus Deutschland.shutterstock/Sven Hansche

Ein stellvertretender polnischer Infrastrukturminister hat die Pläne zum Bau eines Tiefwasser-Containerterminals im Ostseehafen von Świnoujście verteidigt. Das geplante Terminal, das fünf Kilometer von der deutschen Grenze entfernt liegen soll, stoße auf heftige Kritik aus Deutschland. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, habe Bedenken geäußert, dass die Investition die Umwelt schädigen könnte, berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP.

"Bis jetzt hat sie (Schwesig - Anm. d. Red.) sich überhaupt nicht um die Ökologie gekümmert, zum Beispiel während des Baus der Nord Stream", sagte der stellvertretende Infrastrukturminister Marek Gróbarczyk am Dienstag gegenüber PAP. "Es ist kein Geheimnis, dass (...) Schwesig Geld von Nord Stream genommen hat, um ein Unternehmen zu gründen, das den Bau der russisch-deutschen Gaspipeline unterstützen sollte und de facto unterstützt hat", so Gróbarczyk weiter.

Dem Minister zufolge sei es offensichtlich, dass die deutsche Seite versuche ihr Geschäft zu stärken, indem sie solche Investitionen einschränke. "Diese Probleme traten vorher nicht auf, sie treten jetzt auf, und für uns ist es offensichtlich, dass dies nur aus Wettbewerbsgründen geschieht und darauf abzielt, diese Investition zu blockieren", sagte er.

Das polnische Projekt werde umgesetzt, "weil es einfach wirtschaftlich gerechtfertigt ist und den Marktbedürfnissen entspricht", fügte Gróbarczyk hinzu.

Polen wolle noch in diesem Jahr Verträge mit einem Terminalbetreiber für den geplanten Containerumschlagplatz unterzeichnen, berichteten Nachrichtenagenturen.


PAP/ps