PiS-Chef Kaczyński setzt seine Wählertreffen in den Regionen fort und teilt dabei kräftig gegen Deutschland und die Opposition aus. Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland, so der PiS-Chef gestern in Siedlce, habe tiefe historische Wurzeln. Geht es nach Kaczyński, reiche die Idee einer engen Kooperation zwischen Berlin und Moskau zur Philosophie von Kanzler Bismarck zurück, der der Meinung gewesen sei, dass die Domination Deutschlands in Mitteleuropa auf der Zusammenarbeit mit dem Kreml beruhen muss.
“Diese Politik ist jetzt wiederholt worden und die Grundlage dafür war Gas. Alle haben doch darüber gesprochen. Jedenfalls haben alle vernünftigen Menschen in Polen davor gewarnt. Und Donald Tusk hat da mitgespielt. Heute gibt er zu, dass Merkel ihm gesagt hat, sie wisse, dass diese Politik schädlich ist. Sie aber dazu gezwungen da sie mit der Lobby der deutschen Unternehmer verloren hat”, so Kaczyński.
Die damalige Regierung PO-PSL habe laut dem PiS-Chef eine “vollständige Unterordnung gegenüber der deutschen Politik” präsentiert. Alles in allem sei die Politik der heutigen Opposition 2007-2015 prorussisch gewesen. Tusk habe eine Verständigung mit Russland angekündigt, “so, wie es ist”. Nun versuche die Opposition sich “umzufärben”. Er, so Kaczyński, sei auch überzeugt, dass es 2010 in Smoleńsk zu einem Attentat gekommen ist. Da die Bürgerplattform die Ermittlungen jedoch Russland überlassen habe, könne man dies heute nicht beweisen, so Kaczyński in Siedlce.
IAR/adn