"Das Gedenken an die Opfer des Warschauer Aufstandes, der im Widerstand gegen die deutsche Besatzung ausgebrochen ist, ist für die Bundesregierung und für mich persönlich ein wichtiges Anliegen“, betonte der deutsche Botschafter Thomas Bagger anlässlich der Unterzeichnung über die finanzielle Unterstützung.
Die Unterstützung hatte Außenministerin Annalena Baerbock bei ihrem Besuch im Oktober zugesagt. Dank der neuen Gedenkkammer auf dem Friedhof bekomme das Gedenken an die Opfer eine noch beeindruckendere Dimension, so der Botschafter.
Auch Warschaus Bürgermeister Rafał Trzaskowski dankte der deutschen Botschaft für die Unterstützung: „Dank dieser Mittel wird die Gedenkkammer, die seit mehr als 2 Monaten in Betrieb ist, durch eine neue Installation bereichert“, freute er sich. Die Installation sei schon Ende nächsten Jahres zu besichtigen, doch die Gedenkstätte schon jetzt. „Ich möchte alle ermutigen, diesen symbolträchtigen Ort, der für die Geschichte der Hauptstadt sehr wichtig ist, schon jetzt zu besuchen", sagte Trzaskowski und dankte bei dieser Gelegenheit auch Wanda Traczyk-Stawska, der Initiatorin der Gedächtniskammer.
Diese schloss sich den Reden mit einer persönlichen Botschaft an: „Ich würde mir sehr wünschen, und zwar für die ganze Welt, dass es nie wieder Krieg gibt. Krieg ist das schlimmste Übel, das der Menschheit widerfährt. Und jeder Mensch hat das Recht, in Frieden und Wohlstand zu leben.“ Dies sei auch die Botschaft der Gedenkkammer auf dem Friedhof der Aufständischen in Warschau, fügte die Vorsitzende des Sozialausschusses für den Friedhof hinzu.
Die Arbeit des Künstlers Krzysztof Wodiczko, die in der Gedenkstätte gezeigt werden soll, befasst sich mit Fragen des historischen Traumas und der Politik sowie der individuellen und kollektiven Erinnerung.
PAP/js