Die Staatspräsidenten Polens und der Ukraine haben sich gestern zu einem zweistündigen Gespräch in Rzeszów getroffen, informiert die Präsidialkanzlei. Dabei haben sich Andrzej Duda und Wolodymyr Zelenski über die Lage an der Front, die Sicherheit in der Region und weitere gemeinsame Initiativen zur militärischen Unterstützung der Ukraine ausgetauscht. Außerdem ging es auch um die jüngsten diplomatischen Aktivitäten des ukrainischen Staatspräsidenten in Brüssel und anderen europäischen Hauptstädten.
Wolodymyr Selenskyj hat auf dem Rückweg von seiner Reise nach Westeuropa, unter anderem in London und Brüssel, in Rzeszów Halt gemacht. In Brüssel war der ukrainische Präsident am Donnerstag zu Gast beim Gipfeltreffen des Europäischen Rates und hat vor dem Europäischen Parlament gesprochen. Er bedankte sich für die Unterstützung der Ukraine und den Willen, in einem geeinten, freien Europa zu leben. Russland verfüge über eine breite Palette von Mitteln, mit denen es versuche, andere Länder zu beeinflussen - von schmutzigem Geld bis hin zu Cyberangriffen, erinnerte Selenskyj in der Rede.
„Dies ist nicht nur auf die baltischen Staaten und Polen beschränkt. Wir haben es auf dem Balkan gesehen, und wir werden es in anderen Regionen sehen, wenn Russland es nur will. Deshalb brauchen wir schnelle Entscheidungen", so der ukrainische Staatschef. Er bedankte sich auch für die militärische und wirtschaftliche Unterstützung sowie die Energiesolidarität. „Europa hat endlich verstanden, dass Russland Energie als Waffe einsetzt", sagte er.
Vor seinem Besuch in Brüssel hatte Selenskyj am Mittwoch London und Paris besucht. In der französischen Hauptstadt sprach er mit Präsident Macron und Bundeskanzler Olaf Scholz.
IAR/niezalezna.pl/adn