Der Mangel an Ersatzteilen sei das „Hauptproblem" bei der Versorgung der Ukraine mit westlichen Panzern, sagte der polnische Verteidigungsminister in einem Interview mit dem Privatsender Polsat News am Montag. Der Zugang zu Ersatzteilen, insbesondere für deutsche Leopard-Panzer, sei besonders schwer, erklärte er. „Diese Frage sollte an die deutsche Industrie gerichtet werden", sagte Mariusz Błaszczak. Auch Polen hätte große Probleme damit, „weil die Modernisierung der polnischen Leopard-Panzer seit 2015 nur schleppend vorankommt".
„Unsere Erfahrungen sind nicht die besten, wenn es um die Effizienz der deutschen Rüstungsindustrie geht", sagte Błaszczak weiter und fügte hinzu, sein deutscher Amtskollege Boris Pistorius habe versprochen, „sich um die Angelegenheit zu kümmern".
Polen hat seine NATO-Verbündeten dazu gedrängt, der Ukraine bei ihrer Verteidigung gegen die russische Invasion einige Panzer zu spenden. Warschau hat angeboten, 14 seiner Leopard-2-Panzer zu übergeben. Es plane der Ukraine auch 60 weitere T-72-Panzer aus der Sowjetzeit zu spenden, darunter 30 modernisierte Version.
Deutschland hat Ende Januar erklärt, Polen dürfe seine 2A4- Leopard-2-Panzer aus deutscher Produktion an die Ukraine übergeben. Berlin selbst sei bereit, einige seiner eigenen 2A6-Leopard-Panzer zu spenden.
PAP/ps