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US-Kongress soll bei Kriegsreparationen helfen

14.02.2023 12:15
Der polnische Vize-Außenminister hofft auf die Hilfe des amerikanischen US-Kongresses bei der Reparationsfrage. 
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Bild:Shutterstock/Andrea Izzotti

Wie Arkadiusz Mularczyk am Dienstag mitteilte, wurde dem US-Kongress ein Resolutionsentwurf vorgelegt, in dem Deutschland aufgefordert wird, Polen für die im Zweiten Weltkrieg erlittenen Verluste zu entschädigen. Das Dokument wurde von einer Gruppe namens Polnisch-Amerikanische Strategische Initiative (PASI) enworfen. Der Entwurf wurde dem demokratischen Abgeordneten Gerry Connolly, einem Mitglied des Ausschusses für auswärtige Beziehungen des Repräsentantenhauses, vorgelegt, informierte Mularczyk.

In dem Dokument argumentiert PASI, dass Polen infolge der deutschen Aggression die größten menschlichen und materiellen Verluste erlitten habe und daher volles Recht auf Entschädigung habe. Die Polnisch-Amerikanische Strategische Initiative fordert außerdem, dass Deutschland Hunderttausende von gestohlenen Kunstwerken sowie kulturelle und religiöse Güter zurückgibt. Die Gruppe appelliert auch an Deutschland, sich an das internationale Recht zu halten, nach dem es keine Verjährungsfristen für Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Entschädigungen gibt.


Wie der Vize-Außenminister betonte, sei die Frage der Kriegsreparationen in den deutsch-polnischen Beziehungen bis heute nicht geregelt worden. „Wir erwarten, dass diese Frage geklärt wird und werden uns dafür auf der internationalen Bühne einsetzen", fügte er hinzu. Gleichzeitig wies er den Vorwurf zurück, dass die Entschädigungsforderung die Einheit des Westens angesichts des russischen Aggression auf die Ukraine gefährden könnte.

„Die Entschädigungsfrage verletzt diese Einheit in keiner Weise, wir treffen uns, wir sprechen mit deutschen Politikern. Wir haben normale Beziehungen, aber es gibt ein Thema, das noch nicht geregelt worden ist", sagte Mularczyk.

Bereits im September wurde ein Bericht vorgelegt, in dem die polnischen Verluste auf mehr als 1,3 Billionen Euro geschätzt wurden. Im Oktober hat Polen eine diplomatische Note an Deutschland gerichtet. Darin forderte Warschau die Aufnahme von Verhandlungen über Reparationen. Die Regierung in Berlin betrachte die Angelegenheit als abgeschlossen und nicht verhandelbar. Die Behörden in Warschau haben daraufhin angekündigt, weitere Maßnahmen zur Zahlung von Entschädigungen zu ergreifen.


IAR/PAP/jc