Er werde die guten polnisch-amerikanischen Beziehungen aufrechterhalten, unabhängig davon, ob er mit dem US-Präsidenten ideologisch übereinstimme oder nicht, betont Staatspräsident Andrzej Duda im Interview mit der nationalkonservativen “Gazeta Polska”. Die guten transatlantischen Beziehungen würden im Interesse Polens liegen, da Warschau mit den USA einen Polizisten an seiner Seite habe, “der ein wirklich großes Gewehr, eine dicke Schrotflinte und ein Händchen für das Erschießen von Dieben hat", so Duda. Auch auf der Seite der USA würden politische und ideologische Sympathien keine Rolle spielen. "Deshalb steht der Präsident der Vereinigten Staaten zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres im Herzen von Warschau und sagt: Hier ist ein freies Land, hier ist die NATO, hier ist eine verbündete Macht, hier ist Artikel 5", so Duda.
Wie der Staatspräsident versicherte, habe Biden die Verpflichtung der NATO, jedes Mitgliedsland zu verteidigen, sowohl in seiner Rede, als auch in bilateralen Gesprächen bekräftigt. Der amerikanische Staatschef sei sich der schwierigen geopolitischen Lage Polens bewusst. "Wir befinden uns in einer sehr gefährlichen Lage, weil gefährliche Ereignisse in der Nähe stattfinden”. Die Rolle der Präsidenten bestehe darin, einen kühlen Kopf zu bewahren, so Duda.
Gleichzeitig wies der polnische Staatspräsident darauf hin, dass die US-Regierung in letzter Zeit ihre Sichtweise auf Russland geändert habe. Vor allem habe sie erkannt, dass die von Polen formulierten Warnungen zutreffend seien. "Sie hatten überhaupt keine Erfahrung mit Russland. Sie waren bereit, mit Russland Geschäfte zu machen. Russische Desinformation, Propaganda und, wie viele betonen, Einflussagenten haben dabei eine große Rolle gespielt", so der Staatspräsident.
IAR/adn