„Es ist ein Abkommen, das unsere Gespräche über die Wiederaufnahme von israelischen Jugendreisen nach Polen und polnischen Jugendreisen nach Israel abschließt“, sagte Przemysław Czarnek am Mittwoch. Wie er hinzufügte, müssten junge Menschen in beiden Ländern „zukunftsorientierte Beziehungen aufbauen“.
„Zwei Drittel der jüdischen Bevölkerung lebten einst in Polen… Polen war und ist ein Raum der Freiheit, auch im religiösen Sinne“, betonte der Minister.
Czarnek wies darauf hin, dass die israelischen Jugendreisen „nach einer längeren Unterbrechung“ wieder aufgenommen worden seien, so dass junge Juden am Dienstag am „Marsch der Lebenden“ auf dem Gelände des ehemaligen nationalsozialistischen deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau teilnehmen konnten. „Ich bin überzeugt, dass junge Polen bald ähnliche Besuche in Israel machen werden“.
Mit Blick auf die polnisch-israelischen Beziehungen sagte der Minister: „Die Dinge, die uns verbinden, sind von absolut größter Bedeutung, und es gibt viel mehr Dinge, die uns verbinden, als die Dinge, in denen wir auseinandergehen.“
Mit Waffen, oder ohne?
Im vergangenen Juni hatte die israelische Regierung beschlossen, Bildungsreisen nach Polen abzusagen. Grund dafür war ein Streit mit Warschau über die Frage, ob Sicherheitsbeamte, die die Jugendgruppen begleiten, Waffen tragen dürfen, was sie in der Vergangenheit getan hatten. Im Oktober 2022 sagte der israelische Botschafter in Polen, Yacov Livne, dass israelische Schülerbesuche aufgrund einer Entscheidung des polnischen Außenministeriums unmöglich gemacht worden seien.
Unterdessen erklärte Israels Bildungsminister Yoav Kisch gegenüber Reportern, er sei „erfreut“, dass das polnische und das israelische Bildungsministerium eine Vereinbarung getroffen hätten, um sicherzustellen, „dass wir uns an die Vergangenheit erinnern und in der Lage sind, in der Zukunft gemeinsam zu handeln.“
„Es ist sehr wichtig für uns, unsere Jugend zu erziehen. Sie hierher zu bringen, um die Stätten zu sehen, an denen die Nazis ... versuchten, die 'Endlösung der Judenfrage' durchzuführen.“
PAP/jc