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Kriegsreparationen: Wir warten auf konkrete Verhandlungen

04.05.2023 10:16
„Wir stehen in ständigem Kontakt mit deutschen Ministern und Bundestagsabgeordneten … Wir wollen dem deutschen Establishment die Hand reichen, damit es versteht, dass die Kriegsentschädigungen für uns absolute Priorität haben", sagte der stellvertretende Außenminister Arkadiusz Mularczyk (PiS) in der Wochenzeitung "Gość Niedzielny". 
KPN: Mularczyk o działaniach na rzecz uzyskania reparacji o Niemiec
KPN: Mularczyk o działaniach na rzecz uzyskania reparacji o NiemiecPAP/Mateusz Marek

Auf die Frage, ob es eine gemeinsame Kommission von Vertretern beider Länder gibt, die konkrete Gespräche über Reparationen führt, sagte Mularczyk: „Im Moment gibt es keine solche Kommission, da für die deutsche Regierung diese Angelegenheit abgeschlossen ist“.

„Wir können sagen, dass wir uns in einem Stadium der Vorgespräche befinden. In einem bestimmten Teil der politischen Klasse beginnt sich das Bewusstsein zu bilden, dass es sich um ein ernstes Thema in den internationalen Beziehungen handelt“, so Mularczyk. Er fügte hinzu, dass dieser Prozess noch einige Wochen, vielleicht Monate dauern werde, bis Deutschland begreife, dass das Problem gelöst werden müsse.

"Gość Niedzielny" wollte auch wissen, ob sich die deutsche Elite der schweren Verluste bewusst sei, die Polen durch die Deutschen erlitten habe und dass es dafür keine Wiedergutmachung gegeben habe: „Leider nicht, deshalb sind die Treffen mit ihnen notwendig … Sie machen ihnen das Ausmaß und die Tragweite dieser Verbrechen bewusst. Ich glaube, sie öffnen ihnen die Augen, denn viele haben keine Ahnung, was ihre Vorfahren getan haben, sie leben in der Überzeugung, dass alles erledigt und das Thema abgeschlossen ist“, betonte der Politiker.

„Wir hoffen, dass, wenn es konkrete Verhandlungen gibt, wir vor allem die noch lebenden Opfer des Zweiten Weltkriegs entschädigen und ihnen individuelle Reparationen zahlen möchten. Die Generation, die den Krieg überlebt hat oder während des Krieges geboren wurde, sollte die größte Genugtuung erhalten“.

Auf die Nachfrage, ob die polnische Seite eine solche Lösung akzeptieren würde, dass die Deutschen als Teil der Reparationen zum Beispiel den Saski-Palast in Warschau wieder aufbauen würden, sagte Mularczyk: „Ich denke, als ein Element der Reparationen ja.“


PAP/jc