„Leider gibt es Verletzte und Tote. Mein Beileid an die Familien“, sagte in einer Videobotschaft am Donnerstag der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Wie das Innenministerium informierte, wurden bei dem Angriff 34 Menschen verletzt. Unter den Verletzen ist auch ein Kind. Laut der ukrainischen Luftwaffe, habe Russland mit Kalibr-Raketen angegriffen, die vom Schwarzen Meer aus abgeschossen wurden. Nach eigenen Angaben wurden sieben von 10 Raketen abgeschossen.
Bürgermeister Andriy Sadovyi teilte über Instagram und Twitter mit, dass 35 Häuser mit 60 Wohnungen beschädigt worden seien. Auch 50 Autos seien zerstört worden. Allen Bewohnern, die durch den Angriff obdachlos geworden sind, sei angeboten worden, dass sie in Hotels oder in Wohncontainern in einem nahe gelegenen Park unterkommen können.
Nach Angaben des Bürgermeisters vom Juni hat Lemberg seit Beginn der russischen Invasion rund 150.000 Menschen aus anderen Teilen des Landes aufgenommen. Die Stadt mit ursprünglich 720.000 Einwohnern liegt rund 70 Kilometer östlich der Grenze zu Polen. Sie galt bisher unter den Umständen des Krieges als vergleichsweise sicherer Ort in der Ukraine.
Gegenoffensive geht langsamer voran als gehofft
Die Gegenoffensive der ukrainischen Armee kommt nach Regierungsangaben aus Kiew voran, offenbar jedoch nur langsam. Schuld daran, seien langsame Waffenlieferungen, sagte Selenskyj in einem Gespräch mit dem US-Sender CNN am Mittwochabend. Ich habe versucht, den Gegenangriff „viel früher“ zu starten, aber es gibt „Schwierigkeiten auf dem Schlachtfeld“. „Alles ist dort stark vermint“, sagte er.
„Ich bin den USA dankbar, dass sie uns unterstützen, aber ich habe ihnen und den europäischen Staats- und Regierungschefs gesagt, dass wir unsere Gegenoffensive gerne früher starten würden, und dafür brauchen wir alle Waffen und Material.“
PAP/jc