„Leopard 2A5- und Leopard 2A6-Panzer werden in Deutschland und wahrscheinlich in Litauen repariert”, sagte ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums.
Ursprünglich wollten Berlin und Warschau ein gemeinsames Instandsetzungszentrum in Polen einrichten, um die Transportwege für die Panzer zu verkürzen. Die Gespräche zogen sich jedoch über Monate hin, da die für die Reparaturen in Polen geforderten Preise weit über den üblichen Sätzen lagen.
Politisch motivierte Verzögerung?
Während eines Besuchs in Polen am 3. Juli hatte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius Druck ausgeübt und gesagt, die Gespräche müssten innerhalb von zehn Tagen abgeschlossen werden, damit Berlin entscheiden könne, „in welche Richtung wir planen”. An den Verhandlungen waren deutsche und polnische Unternehmen sowie die Regierungen beider Länder beteiligt. Wie der polnische Premierminister am Montag erklärte, sei Polen sehr daran interessiert, gemeinsam mit Deutschland und der Ukraine ein Reparaturzentrum für Leopard-Panzer in Polen einzurichten. „Wir müssen auf deutscher Seite entsprechend vorbereitete Prozeduren haben", erklärte er.
Bereits im April hatten sich Pistorius und Polens Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak auf den Aufbau des Instandsetzungszentrums geeinigt. Dort sollten Leopard-Kampfpanzer aus Deutschland und Polen repariert werden, die von der Ukraine im Kampf gegen Russland eingesetzt werden.
Nach einem Bericht des "Spiegel" hält die deutsche Seite die Preisvorstellungen der Polen für Instandsetzungsarbeiten für überteuert. Die Probleme bei der Einrichtung des Zentrums seien politisch motiviert, schrieb das Magazin.
PAP/jc