Tote Fische im tschechischen Abschnitt der Oder wurden am Mittwoch gemeldet. Die Entscheidung sei nach der Einberufung eines Krisenstabs im Dorf Chałupki an der polnischen Grenze zu Tschechien gefallen, teilte der Wojewode Schlesiens, Jarosław Wieczorek, am Mittwoch mit. Die Tschechen hätten ebenfalls einen Damm errichtet, um den Zustrom von toten Fischen einzudämmen, fügte er hinzu.
Laut der polnischen Wasserbehörde sei an keinem Abschnitt der Oder in Polen ein Fischsterben gemeldet worden. „Die Einsatzkräfte arbeiten vor Ort, weitere sind auf dem Weg dorthin. Die Quelle des Fischsterbens liegt nicht in der Republik Polen", teilten Wody Polskie mit.
Polens Außenministerium beobachte den Fall von toten Fischen in der Oder auf tschechischer Seite nahe der polnischen Grenze, so der stellvertretende Außenminister Paweł Jabłoński gegenüber Medien. Auf seine Anweisung hätten sich Vertreter des polnischen Konsulats in Ostrava an den Ort des Vorfalls begeben.
Der Vorfall erinnert an ähnliche Ereignisse im polnischen Abschnitt der Oder aus dem vergangenen Jahr. Damals starben Zehntausende von Fischen in einer der größten Umweltkatastrophen des Landes seit Jahrzehnten. Die Ursache der Katastrophe sollen in verunreinigtem und durch warmes Wetter erwärmtem Wasser florierende Goldalgen gewesen sein. Die Algen erzeugen Fische und andere Flusslebewesen tötende Giftstoffe.
PAP/ps