Während des Filmfestivals können Besucherinnen und Besucher vom 18. bis 23. September die neuesten polnischen Produktionen sehen. Die interessantesten polnischen Filme, Premieren, Debüts und Gewinner internationaler Filmfestivals konkurrieren um den Goldenen und Silbernen Löwen sowie um diverse Einzelpreise.
Während der 48. Ausgabe werden insgesamt 120 Lang- und Kurzfilme gezeigt, die in drei Wettbewerben konkurrieren. Im Hauptwettbewerb wird einer von 16 abendfüllenden Spielfilmen den Goldenen Löwen gewinnen, im Wettbewerb für Micro-Budget-Filme treten vier Filme an und im Kurzfilmwettbewerb gibt es 25 Titel.
„Wir haben eine ganze Reihe von Filmen, die in die nähere oder fernere Vergangenheit zurückreichen, darunter mehrere, die sich mit dem Landleben befassen“, erklärte Adriana Prodeus im Radiointerview. Ihr persönlich gefalle „Kos“ (Die Amsel) von Paweł Maślona am besten, in dem Tadeusz Kościuszko einen der Protagonisten spielt. Doch auch für den Film "So viel wie nichts" wolle sie werben. „Das ist das Debüt von Grzegorz Dębowski, sehr natürlich und frei, eine fesselnde Geschichte mit einem sehr gut geschriebenen Drehbuch", so die Filmkritikerin.
Im Hauptwettbewerb wird unter anderem "Chłopi" (Die Bauern) nach dem Roman von Reymont gezeigt. Dieser Film könnte ein polnischer Kandidat für den Oscar sein, erklärte Adriana Prodeus. „Es ist eine Geschichte um die Hauptfigur Jagna. Sie ist eine etwas teilnahmslose Frau, die keinen Einfluss auf ihr Leben hat. "Chłopi" zeigt in einer malerischen Art die Brutalität der Regeln auf dem Lande im 19. und frühen 20. Jahrhundert.“ Das Werk von Reymont, so die Filmexpertin, werde hier sehr vereinfacht dargestellt, biete aber eine gute Grundlage für tiefergehende Gespräche.
Das Polnische Filmfestival ist eine der ältesten Filmveranstaltungen in Europa und fördert das polnische Kino in großem Umfang. Nach seiner ersten Ausgabe 1974 wurde es bis 1986 in Danzig organisiert und später nach Gdynia verlegt. Festivalzentrum ist das Danuta Baduszkowa Musiktheater.

Die Eröffnung des 48. Fimfestivals in Gdynia am Montag
PR/js