„Nach der Verfassung hat Präsident Andrzej Duda die Kompetenz, einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten zu benennen. Die Entscheidung, wer der Kandidat sein wird, trifft der Präsident auf der Grundlage der Gespräche, die heute und morgen stattfinden“, betonte der Regierungssprecher.
„Wenn der Präsident entscheidet, einen Präsidentschaftskandidaten aus unserem politischen Lager zu benennen, werden wir versuchen eine Mehrheitsregierung zu bilden.“
Müller machte auch auf die erheblichen programmatischen Divergenzen innerhalb der Opposition aufmerksam.
Für Dienstag und Mittwoch hat Präsident Andrzej Duda die Vertreter der Wahlausschüsse, die im künftigen Sejm vertreten sein werden, zu Konsultationen eingeladen. Die Treffen werden mit jedem der Wahlausschüsse getrennt stattfinden.
Obwohl die amtierende Partei Recht und Gerechtigkeit, bei den Parlamentswahlen die meisten Stimmen erhalten hat, hat sie ihre Mehrheit im Parlament verloren. Damit sind die drei Oppositionsparteien - die Bürgerkoalition (KO), der Dritte Weg und die Neue Linke - in der Lage, eine Regierungskoalition mit parlamentarischer Mehrheit zu bilden. Ihr Kandidat für den Posten des Ministerpräsidenten ist der Vorsitzende der Partei Bürgerplattform Donald Tusk.
PAP/jc