Deutsche Redaktion
Folge uns auf Google

Folge uns auf Google, um unsere News immer ganz oben zu sehen.

Schutz der Landwirte: “Wir dürfen uns nicht ausschließlich auf Brüssel verlassen”

27.10.2023 11:17
"Wir dürfen uns nicht ausschließlich auf Brüssel verlassen, da dies unsere eigene Landwirtschaft gefährden könnte" sagt der Vorsitzende des Präsidialrats für Landwirtschaft und ländliche Gebiete, Jan Krzysztof Ardanowski und wirbt für die "landwirtschaftliche zwölf" - ein Programm, das die beiden größten Gewerkschaftsorganisationen der polnischen Landwirtschaft vorbereitet haben.
KOWR: zboża wykorzystywane są także w przemyśle gorzelnianym czy do produkcji bioetanolu, a eksportowana jest tylko nadwyżka zbóż
KOWR: zboża wykorzystywane są także w przemyśle gorzelnianym czy do produkcji bioetanolu, a eksportowana jest tylko nadwyżka zbóżShutterstock

Die polnische Agrarpolitik sollte die europäische Politik ergänzen und den Schutz der polnischen Bauern effektiv gewährleisten, sagt der Vorsitzende des Präsidialrats für Landwirtschaft und ländliche Gebiete, Jan Krzysztof Ardanowski. 

Wie der ehemalige Landwirtschaftsminister in einem Interview mit Polskie Radio 24 erklärte, habe die Landwirtschaft in Polen in den letzten Jahren im Vergleich zu Westeuropa erhebliche Fortschritte gemacht und stelle heute daher einen robuster Wirtschaftszweig dar.

Geht es nach Ardanowski, sollte auch in Zukunft die gesamte Regierung, nicht nur das Landwirtschaftsministerium, die Interessen der polnischen Lebensmittelproduzenten priorisieren. "Wir dürfen uns nicht ausschließlich auf Brüssel verlassen, da dies unsere eigene Landwirtschaft gefährden könnte. Dies erfordert Stabilität und Entschlossenheit von der gesamten Regierung, nicht nur vom Landwirtschaftsminister. Er ist lediglich ein Teil der Gesamtheit der Regierung, und es obliegt der Regierung, die polnische Landwirtschaft entschlossen zu verteidigen", betonte der Politiker und warb gleichzeitig für die sogenannte “landwirtschaftliche zwölf” als modernes und innovatives Programm, dass die Stabilität der polnischen Landwirtschaft sicherstelle und den Erwartungen der ländlichen Gemeinden entspreche.

Die "landwirtschaftliche zwölf" ist von zwei der größten Gewerkschaftsorganisationen in der polnischen Landwirtschaft, OPZZ der Landwirte und landwirtschaftlichen Organisationen, sowie der NSZZ der Individuellen Landwirte "Solidarność" vorbereitet worden. Ihre Forderungen umfassen unter anderem den Widerspruch gegen Beschränkungen bei der Produktion von Fleisch und tierischen Produkten sowie gegen die Begrenzung der Tierhaltung in Polen. Die landwirtschaftlichen Organisationen lehnen auch ein Schächtverbot ab.

IAR/Informacyjna Agencja Radiowa/PR24/wcześn./d kwi/i pcz/w dw/adn