Zu den weiteren Preisträgerinnen und Preisträgern zählten Ewa Paul und der Verein Saga Grybów sowie Andrzej Folwarczny und das Team des Dialogforums, die den Sonderpreis des Direktors des POLIN-Museums erhielten.
„Die Helden des heutigen Abends bewahren die Erinnerung an die Vergessenen und holen Namen aus der Dunkelheit hervor, über die jahrzehntelang nicht gesprochen wurde“, betonte Museumsdirektor Zygmunt Stępiński in seiner Rede. „Sie kultivieren das Edelste und Wertvollste in der menschlichen Natur: Sie zollen den vergangenen Generationen Respekt. Das ist die Grundlage unserer Kultur und Zivilisation“, fügte Stępiński hinzu.
Ihre Geste der Erinnerung sei jedoch nicht einfach das Anzünden einer Kerze oder das Niederlegen eines Steins am Grab verstorbenen Verwandten, erklärte der Direktor. Die Nominierten seien meist nicht jüdisch und beschäftigten sich daher nicht mit ihrer eigenen Familiengeschichte. Ihr Handeln beschrieb er daher als „uneigennützige Herzensimpulse“ zugunsten derjenigen, die in Vergessenheit geraten.
Mariusz Sokołowski, der Gewinner des diesjährigen POLIN-Preises, ist Direktor der Władysław-Sikorski-Grundschule Nr. 20 in Białystok. Seit 2007 engagiert er sich für die Bewahrung der Erinnerung an die Juden von Wasilków und Białystok. Als Autor schreibt er über die Methodik des Multikulturalismusunterrichts und ist Mitbegründer des Jüdischen Kulturpfads in Białystok, mit dem er Schülerinnen und Schüler motiviert, sich mit der multikulturellen Vergangenheit der Stadt auseinanderzusetzen.
Der Preis ist mit 25.000 Zloty (PLN) dotiert.
Quelle: PAP/js