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Die Ukraine wartet auf 100 Milliarden Dollar. Tusk hat eine „historische Rolle zu spielen“

24.01.2024 11:30
Bislang hat Polen militärische Ausrüstung im Wert von etwa 3,5 Milliarden Euro an die Ukraine geliefert, sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Cezary Tomczyk am Mittwoch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur PAP.
Cezary Tomczyk, wiceszef Ministerstwa Obrony Narodowej
Cezary Tomczyk, wiceszef Ministerstwa Obrony NarodowejPrzemysław Chmielewski/Polskie Radio

„Die ukrainischen Behörden wissen selbst, dass es nicht möglich ist, viele Jahre lang im reinen Kriegsmodus zu agieren und gleichzeitig über offensive Fähigkeiten zu verfügen. Daher muss der Westen nicht nur in militärischen Angelegenheiten helfen, sondern auch wirtschaftlich“, so der Minister. Wie er betonte wäre eine gemeinsame Initiative zur Produktion von Waffen und Munition möglich. „Polen hat in diesem Bereich viel Erfahrung.“

Auf die Frage nach den Einzelheiten der Zusammenarbeit bei der Produktion von Waffen und Munition erklärte er, dass dies eine reale Möglichkeit sei und dass „vertrauliche Gespräche seit langem laufen“ und „in dieser Hinsicht fortgeschritten“ seien.

Wie Tomczyk betonte, warte die Ukraine auf zwei Hilfspakete - das amerikanische und das europäische. Der Gesamtwert der Unterstützung belaufe sich auf ca. 100 Milliarden Dollar. Er wies darauf hin, dass Polen, unter anderem aufgrund seiner geografischen Lage, eine Schlüsselrolle bei der Übermittlung dieser Hilfe spiele.

„Donald Tusk hat in dieser Angelegenheit eine historische Rolle zu spielen. Er ist heute ein Gegengewicht zu all dem Populismus, der in einigen westlichen Ländern um sich greift, ich spreche zum Beispiel vom (ehemaligen) US-Präsidenten Donald Trump. Donald Tusk ist mit seinem Wissen (…) in der Lage, eine echte und noch größere Koalition für die ukrainische Sache zu bilden“, schätzte der Minister ein.

Tomczyk betonte, dass Polens Sicherheit auch von der Sicherheit der Ukraine abhänge. „Wenn in der Ukraine etwas Schlimmes passiert, ist das ein sehr schlechtes Szenario für unser Land und für ganz Europa.“


Quelle: PAP/jc