Der Minister bewertete die neuesten Aussagen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Dieser hatte angekündigt, NATO-Mitglieder, die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen, nicht vor Russland schützen zu wollen. Außerdem hielt er einen erneuten Angriff Russlands für durchaus möglich.
Sikorski wies darauf hin, dass Trump beispielsweise derjenige gewesen sei, der die Republikaner im Repräsentantenhaus dazu aufgerufen habe, das Paket für die Ukraine zu blockieren.
„Wenn es stimmt, was uns das nationalistische Lager versichert hat, nämlich dass sie eine besondere Beziehung zu Trump haben, dann ist dies der Moment, ihn zu nutzen, um etwas Gutes für die Ukraine und Polen zu tun“, erklärte Sikorski und fügte hinzu, es sei der richtige Zeitpunkt, „um die Trumpisten, den Präsidentschaftskandidaten Trump und insbesondere den Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson dahingehend zu beeinflussen, dass sie einen Gesetzentwurf zur Abstimmung stellen, der ein Hilfspaket für die Ukraine auf den Weg bringt.“ Dies sei ein Test, der zeigen würde, ob die Nationalisten tatsächlich einen derartigen Einfluss hätten, so der Minister.
Am Dienstag verabschiedete der US-Senat nach langwierigen Verhandlungen ein Hilfspaket für die Ukraine, Israel und Taiwan im Gesamtwert von 95 Milliarden Dollar. Der Gesetzentwurf hat mittlerweile den Senat passiert und muss nun vom republikanisch dominierten Repräsentantenhaus verabschiedet werden. Die Chancen sind ungewiss, da der radikale Flügel der Republikaner, die mit Trump sympathisieren, dagegen ist.
Quelle: PAP/js