Deutsche Redaktion

Deutschland will Polen Raubkunst zurückgeben

30.11.2025 18:14
Deutschland will Polen mehrere geraubte Kulturgüter zurückgeben, darunter wertvolle Ordensarchive und eine mittelalterliche Skulptur. Die Übergabe soll am Montag im Rahmen der deutsch-polnischen Regierungskonsultationen in Berlin erfolgen.
Zamek w Malborku. Zdjęcie ilustracyjne
Zamek w Malborku. Zdjęcie ilustracyjnePixabay

Insgesamt handelt es sich um 73 Manuskripte des Deutschen Ordens, die 1944 aus dem Archiwum Główne Akt Dawnych (Hauptarchiv alter Akten) in Warschau entwendet wurden. Die Dokumente stammen aus den Jahren 1215 bis 1455 und betreffen überwiegend die Beziehungen zwischen Polen und dem Ordensstaat. Aufbewahrt wurden sie zuletzt im Geheimen Staatsarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin. Die Rückgabe fällt symbolisch in das 500. Jahr der Auflösung des Ordens.

Darüber hinaus soll Polen den Kopf einer Heiligenstatue aus dem 14. Jahrhundert zurückerhalten, der 1957 aus der Marienburg gestohlen und ein Jahr später vom Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg erworben wurde. Die Figur befindet sich heute im Besitz des deutschen Staates.

Der Kunsthistoriker Mariusz Klarecki bezeichnet den Schritt als „Bewegung in die richtige Richtung“, warnte jedoch vor überhöhten Erwartungen. Ein wirklicher Durchbruch wäre seiner Ansicht nach „eine breit angelegte Provenienzforschung in deutschen Museen sowie in privaten Sammlungen“. Viele im Krieg geraubte Objekte gelangten nicht in Museen, sondern in private Haushalte – oft ohne Wissen der heutigen Eigentümer.


onet/jc

 

 

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