Deutsche Redaktion

Experten: Ereignisse in Venezuela verstärken Nordkoreas nukleare Bestrebungen

08.01.2026 10:19
Der am King’s College London tätige Professor Ramon Pacheco Pardo erklärte, die Vorgänge in Venezuela dürften Kims Sorgen verstärken, ein ähnliches Schicksal zu erleiden. 
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Die US-Operation in Venezuela könnte nach Einschätzung von Experten die nuklearen Pläne Nordkoreas weiter vorantreiben. Wie die South China Morning Post berichtet, wertet Machthaber Kim Jong Un die Festnahme Nicolás Maduros als potenzielle Bedrohung für die Stabilität seines eigenen Regimes.

Nordkorea verurteilte das Vorgehen der USA als „eklatante“ Verletzung der Souveränität Venezuelas. Der am King’s College London tätige Professor Ramon Pacheco Pardo erklärte, die Vorgänge in Venezuela dürften Kims Sorgen verstärken, ein ähnliches Schicksal zu erleiden. Ein Angriff auf Nordkorea sei zwar schwieriger, aber grundsätzlich ein reales Szenario – zumal die USA solche Optionen in der Vergangenheit erwogen hätten.

Einen Tag nach der Festnahme Maduros testete Nordkorea hypersonische Raketen, die nach Angaben Pjöngjangs nuklear bestückbar sind. Laut von der Zeitung zitierten Experten könnte das Regime sein Atomprogramm nun beschleunigen, um sich gegen mögliche äußere Eingriffe abzusichern.

IAR/adn

Nordkoreanische Soldaten bei Kämpfen in Grenzregion Kursk getötet

17.12.2024 11:39
Nordkoreanische Soldaten sind nach Angaben der USA bei Kämpfen gegen ukrainische Truppen in der russischen Grenzregion Kursk getötet worden. Es wäre der erste bekannt gewordene Verlust nordkoreanischer Soldaten seit Berichten im Oktober, dass Nordkorea rund 10.000 Truppen zur Unterstützung der russischen Armee entsandt habe.

Korrespondenz aus Minsk: Der nordkoreanische Umschwung der belarussischen Wirtschaft

12.02.2025 15:00
Der Korrespondent des Auslandsdienstes des Polnischen Rundfunks in Belarus, Jan Krzysztof Michalak, berichtet über die zunehmende staatliche Kontrolle über die Wirtschaft in Belarus und zieht Parallelen zu Nordkorea. Wer sein Geschäft behalten wolle, müsse es in eine andere Rechtsform überführen, die höhere Steuern und strengere staatliche Aufsicht mit sich bringe. Wer sich nicht füge, werde zur Schließung gezwungen, so der Publizist. 

Bericht: Tausende Nordkoreaner arbeiten unter sklavenähnlichen Bedingungen in Russland

12.08.2025 18:17
Russland setzt nach Erkenntnissen südkoreanischer Geheimdienste und Recherchen der BBC in großem Umfang nordkoreanische Arbeitskräfte ein, um den akuten Arbeitskräftemangel infolge des Kriegs gegen die Ukraine zu kompensieren. Mehr als 10 000 Nordkoreaner seien 2023 ins Land geschickt worden, mittelfristig könnten es über 50 000 werden. „Nordkoreaner sind billig, arbeiten hart und machen keinen Ärger“, sagte der in Seoul lehrende Nordkorea-Experte Andrei Lankov.