Experten betonen, dass der Verlust des Starlink-Zugangs für die Ukraine eine schwere strategische Schwächung bedeuten würde. Die Diskussion über Alternativen zu dem von SpaceX-Gründer Elon Musk betriebenen Satellitennetzwerk entbrannte, nachdem Musk in sozialen Medien erklärt hatte, dass „ohne Starlink die ukrainischen Linien zusammenbrechen würden“.
Die Technologiejournalistin Anna Wittenberg (wnp.pl) weist darauf hin, dass europäische Alternativen noch im Aufbau sind. „Frankreich arbeitet gemeinsam mit Italien an entsprechenden Lösungen, doch die Infrastruktur wird frühestens 2027 betriebsbereit sein“, erklärt sie. Gemeint ist das Projekt Iris2, das sichere und souveräne Kommunikationsdienste für die EU-Mitgliedstaaten bieten soll – unter anderem durch verschlüsselte Übertragungstechnologien wie Quantenkryptografie.
Der Weltraumexperte Krzysztof Kurdyła verweist auf das französisch-britische Satellitennetzwerk OneWeb als derzeit einzige potenzielle Alternative zu Starlink. „OneWeb verfügt über mehr als 600 Satelliten, ist jedoch weniger leistungsfähig und richtet sich an eine kleinere Nutzerbasis als Starlink. Dennoch könnte es eine alternative Lösung darstellen“, so Kurdyła.
Nach kontroversen Diskussionen auf der Plattform X stellte Elon Musk gestern klar, dass Starlink der Ukraine nicht abgeschaltet werde – ungeachtet seiner politischen Differenzen mit der Regierung in Kiew.
IAR/adn