Bei dem Unglück waren am Sonntagabend in der Ortschaft Adamuz in der Provinz Córdoba in Andalusien zwei Hochgeschwindigkeitszüge entgleist. Nach Angaben des staatlichen Eisenbahnbetreibers Adif ereignete sich der Unfall gegen 19.45 Uhr.
Ein Zug des privaten Betreibers Iryo war mit 317 Fahrgästen von Málaga nach Madrid unterwegs, als die letzten Waggons entgleisten und auf ein Nachbargleis gerieten. Dort kollidierten sie mit einem Zug des staatlichen Betreibers Renfe, der von Madrid nach Huelva fuhr und ebenfalls entgleiste.
Neben den mindestens 24 Todesopfern wurden mehrere Dutzend Menschen verletzt, fünf von ihnen schwer. Der andalusische Gesundheitsminister Antonio Sanz sprach von einer weiterhin sehr ernsten Lage und schloss nicht aus, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte. Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente erklärte, die Ursachen des Unglücks würden untersucht, der Hergang sei bislang „schwer zu erklären“.
PAP/jc