Das Museum befindet sich im ehemaligen Wohnhaus der Familie Staszic in der Browarna-Straße. Das Gebäude, dessen Geschichte bis ins Jahr 1783 zurückreicht, gehörte der Familie Staszic bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. 2026 jährt sich der Tod Stanisław Staszics zum 200. Mal.
Rychlik-Łukasiewicz betonte, das Gedenkjahr sei eine gute Gelegenheit, an einen Denker zu erinnern, der trotz seiner großen Verdienste bis heute vergleichsweise wenig präsent sei. Staszic habe nicht nur sichtbare Spuren wie den Staszic-Palast in Warschau oder den Kopernikus-Denkmal hinterlassen, sondern auch ein Werteverständnis, das bis heute aktuell sei. Dazu zählten unter anderem Fleiß, Sparsamkeit, Gemeinsinn und soziale Sensibilität, zusammengefasst in seinem Leitspruch „Dem Vaterland nützlich sein“.
Die Dauerausstellung „Stanisław Staszic – Leben und Wirken“ zeigt anhand von Exponaten die wichtigsten Stationen seines Lebens, darunter Jugend und Reisen, seine Tätigkeit in der Warschauer Gesellschaft der Freunde der Wissenschaften, literarische Arbeiten, politisches Engagement im Herzogtum Warschau und im Königreich Polen sowie sein Testament. Ergänzt wird die Ausstellung durch umfangreiche multimediale Elemente mit mehreren Hundert Illustrationen, Texten und Hörstationen.
Stanisław Staszic, geboren 1755 in Piła, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der polnischen Aufklärung und wirkte unter anderem als Philosoph, Publizist, Naturwissenschaftler und Staatsmann.
PAP/jc