Nach Angaben der Stadtverwaltung erlebt ein Großteil der Einwohner regelmäßig sogenannte Blackouts. Die Ausfälle erschweren nicht nur den Alltag, sondern auch den Zugang zu Informationen und die Kommunikation mit Angehörigen. Während Luftalarmen fehlt es vielfach an Licht, Lademöglichkeiten für Mobiltelefone oder an der Möglichkeit, warme Mahlzeiten zuzubereiten.
Als Reaktion auf die Energiekrise hat sich in Polen eine Hilfsinitiative formiert. Unter dem Namen „Ciepło z Polski dla Kijowa“ („Wärme aus Polen für Kiew“) sammeln Hilfsorganisationen Spenden für die Anschaffung von Stromgeneratoren und mobilen Energiestationen. Diese sollen an Haushalte sowie an besonders wichtige Einrichtungen in der Hauptstadt geliefert werden, um zumindest eine Grundversorgung mit Strom und Wärme sicherzustellen.
Das Interesse an der Aktion übertraf nach Angaben der Organisatoren schnell die Erwartungen. Die ursprünglich geplanten Sammelziele wurden mehrfach angehoben, sodass neben einer größeren Zahl von Generatoren auch weiteres dringend benötigtes Winterequipment finanziert werden konnte.
Die Behörden in Kiew sprechen von einer der schwierigsten Energiesituationen seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Aufgrund begrenzter Kapazitäten kommt es weiterhin zu planmäßigen Stromabschaltungen.
PAP/jc