Deutsche Redaktion

Nach nächtlichem Raketenangriff: Fast 6.000 Wohngebäude in Kiew ohne Heizung

20.01.2026 11:03
Außenminister Andrij Sybiha forderte angesichts der Angriffe schnelle Entscheidungen der internationalen Partner. Die systematische Zerstörung der Energieversorgung sei ein Mittel, um die Bevölkerung unter Druck zu setzen. Ohne zusätzliche Hilfe drohten in tausenden Wohnungen weiterhin Temperaturen um die zehn Grad oder darunter.
Ukraina. Sytuacja w energetyce jest bardzo słaba
Ukraina. Sytuacja w energetyce jest bardzo słabaSERGEI GAPON/AFP/East News

Nach schweren russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew fast 6.000 Wohngebäude ohne Heizung. In der Nacht setzte Russland nach ukrainischen Angaben Drohnen und Raketen ein, Ziel waren vor allem Heizkraftwerke in und um die Stadt. Auch Wasser- und Stromversorgung sind in mehreren Stadtteilen unterbrochen.

Bürgermeister Witalij Klitschko sprach von 5.635 betroffenen Mehrfamilienhäusern, insbesondere auf der linksufrigen Seite der Stadt. Bewohner berichteten von zahlreichen Explosionen. Bereits Anfang Januar hatte ein ähnlicher Angriff die Versorgung tagelang lahmgelegt.

Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Russland habe mehr als 300 Drohnen sowie Raketen eingesetzt. Mindestens eine Person sei getötet worden. Zwar habe die Ukraine kurz zuvor neue Flugabwehrraketen erhalten, doch reichten diese nicht aus. Der Schutz der Zivilbevölkerung hänge unmittelbar von weiterer internationaler Hilfe ab.

Außenminister Andrij Sybiha forderte angesichts der Angriffe schnelle Entscheidungen der internationalen Partner. Die systematische Zerstörung der Energieversorgung sei ein Mittel, um die Bevölkerung unter Druck zu setzen. Ohne zusätzliche Hilfe drohten in tausenden Wohnungen weiterhin Temperaturen um die zehn Grad oder darunter.

IAR/adn

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