Deutsche Redaktion

Polen spielt Schlüsselrolle bei größtem EU-Schlag gegen Drogenkriminalität

21.01.2026 15:30
Informationen der Breslauer Beamten haben entscheidend zur Zerschlagung eines grenzüberschreitenden kriminellen Netzwerks beigetragen. Dieses war für die Einfuhr und den Vertrieb chemischer Vorläuferstoffe zur Herstellung synthetischer Drogen in der gesamten EU verantwortlich.
Polnische Polizeibeamte haben eine zentrale Rolle bei einem der grten Einstze gegen synthetische Drogen gespielt, die jemals in der Europischen Union durchgefhrt wurden. Bis Ende 2024 hat Europol die Aktion der Behrden aus Polen, den Niederlanden, Deutschland, Belgien, Spanien und Tschechien koordiniert.
Polnische Polizeibeamte haben eine zentrale Rolle bei einem der größten Einsätze gegen synthetische Drogen gespielt, die jemals in der Europäischen Union durchgeführt wurden. Bis Ende 2024 hat Europol die Aktion der Behörden aus Polen, den Niederlanden, Deutschland, Belgien, Spanien und Tschechien koordiniert.Policja Dolnosląska/X

Polnische Polizeibeamte haben eine zentrale Rolle bei einem der größten Einsätze gegen synthetische Drogen gespielt, die jemals in der Europäischen Union durchgeführt wurden. Die Operation hat zur Sicherstellung von mehr als 9,3 Tonnen Betäubungsmitteln, rund 1.000 Tonnen chemischer Vorläuferstoffe, zur Schließung Dutzender Labore sowie zur Festnahme von 85 Personen in mehreren europäischen Ländern geführt.

Die Ermittlungen hatten im Jahr 2022 begonnen. Sie wurden von der Abteilung zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität beim Polizeipräsidium der Woiwodschaft in Breslau in enger Zusammenarbeit mit der regionalen Dienststelle der polnischen Staatsanwaltschaft geführt. Informationen der Breslauer Beamten haben entscheidend zur Zerschlagung eines grenzüberschreitenden kriminellen Netzwerks beigetragen. Dieses war für die Einfuhr und den Vertrieb chemischer Vorläuferstoffe zur Herstellung synthetischer Drogen in der gesamten EU verantwortlich.

Europol koordiniert multinationale Operation
Bis Ende 2024 hat Europol die Aktion der Behörden aus Polen, den Niederlanden, Deutschland, Belgien, Spanien und Tschechien koordiniert. Den Höhepunkt erreichte der Einsatz am 16. Januar 2026 mit Durchsuchungen in mehreren europäischen Ländern. In Polen haben nahezu 400 Beamte zeitgleiche Maßnahmen in vier Regionen durchgeführt. Unterstützt wurden sie von Spezialeinheiten, darunter Antiterroreinheiten, Cybercrime-Experten, forensische Labore sowie die Zollbehörden.

Polen an vorderster Front bei Europas größtem Schlag gegen Drogenkriminalität
Allein in Polen fielen die Ergebnisse umfangreich aus: 19 Festnahmen, die Sicherstellung von mehr als 700 Tonnen chemischer Vorläuferstoffe, die Beschlagnahmung von neun Fahrzeugen im Wert von 1,08 Millionen Euro sowie die Sicherung von über 86.400 Euro Bargeld. Zudem wurden Vermögenswerte im geschätzten Wert von rund 2,4 Millionen Euro zur Beschlagnahmung vorgesehen. Auch Bankkonten der Verdächtigen wurden eingefroren.

Vertreter der Behörden haben die Polizei aus Südwestpolen für ihre Professionalität, Entschlossenheit und ihre Schlüsselrolle bei den mehrjährigen, multinationalen Ermittlungen gewürdigt. Der Einsatz gilt als der bislang größte Schlag der Europäischen Union gegen die Drogenkriminalität und unterstreicht die Wirksamkeit internationaler Zusammenarbeit im Kampf gegen organisierte Kriminalität.

PAP/DPolicja/X/ps

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