Deutsche Redaktion

Nach Ottawa-Austritt: Polen will Produktion von Minen ausweiten

22.01.2026 11:25
In Polen endet die sechsmonatige Austrittsfrist am 20. Februar. Dann will das Verteidigungsministerium nach Worten von Ressortchef Władysław Kosiniak-Kamysz bereit sein, die Produktion von Anti-Personen- und Panzerabwehrminen auszubauen.
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Die baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland sind nach jüngsten Angaben nicht mehr an die Verpflichtungen der Ottawa-Konvention gebunden, die Anti-Personen-Minen verbietet. In Polen endet die sechsmonatige Austrittsfrist am 20. Februar. Dann will das Verteidigungsministerium nach Worten von Ressortchef Władysław Kosiniak-Kamysz bereit sein, die Produktion von Anti-Personen- und Panzerabwehrminen auszubauen. Kosiniak-Kamysz verwies darauf, dass dem Schritt die Zustimmung des Parlaments und das formale Austrittsverfahren vorausgegangen seien.

Lettlands Verteidigungsminister Andris Sprūds, der am Mittwoch (21. Januar) zu Gesprächen in Warschau war, betonte, sein Land setze auf Polens militärisches und rüstungswirtschaftliches Potenzial. Beide Minister sprachen zudem über die Stärkung der NATO-Ostflanke sowie über gemeinsame Vorhaben wie Polens Programm "Schutzschild Ost“ und die Baltic Defence Line. Die Initiativen gelten als komplementär und zielen auf zusätzliche Abschreckung durch Infrastruktur, Befestigungen und physische Barrieren an den Grenzen zu Russland und Belarus.

IAR/adn

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