WOŚP-Gründer Jerzy Owsiak räumte ein, dass das diesjährige Ergebnis niedriger ausfallen könnte als im vergangenen Jahr.
„Wenn wir weniger sammeln, und das kann passieren, geht die Welt nicht unter“, sagte Owsiak auf einer Pressekonferenz. „Die Welt zeigt einfach, wie viel Geld sie uns in dieser Form – dem Finale der WOŚP – übergeben hat.“
Die diesjährige Sammlung stand erstmals im Zeichen der pädiatrischen Gastroenterologie. Mit den Spenden sollen moderne Geräte zur Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Verdauungssystems bei Kindern angeschafft werden.
Im vergangenen Jahr hatte der Finalzähler kurz vor Mitternacht 178,5 Millionen Złoty angezeigt, die Endsumme stieg später auf einen Rekordwert von 289 Millionen Złoty.
Wie seit über drei Jahrzehnten fand das Finale in ganz Polen auf den Straßen statt: Rund 120.000 Freiwillige sammelten Spenden, in Warschau bildeten die Wiesen am Nationalstadion das Zentrum der Veranstaltungen. Am Abend wurde traditionell das „Licht zum Himmel“ („Światełko do nieba“) entzündet.
Ein fester Bestandteil des Finales waren zudem Charity-Auktionen, darunter die Versteigerung der sogenannten Goldenen Herzen. Das höchste Gebot lag in diesem Jahr bei mehr als einer Million Złoty. Parallel beteiligten sich Internetnutzer an zehntausenden Online-Auktionen.
WOŚP unterstützt seit 1993 das polnische Gesundheitssystem. In 34 Jahren sammelte die Stiftung nach eigenen Angaben mehr als 2,6 Milliarden Złoty und finanzierte damit über 81.000 medizinische Geräte für öffentliche Krankenhäuser.
„Wenn man etwas konsequent Schritt für Schritt mit Millionen Polen macht, kann man gemeinsam Außergewöhnliches erreichen“, sagte Owsiak.