Deutsche Redaktion

Polen überholt EU-Zentralbank in Goldreserven

27.01.2026 06:00
Die polnische Zentralbank verfügt inzwischen über größere Goldreserven als die Europäische Zentralbank (EZB). Vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen und veränderter globaler Finanztrends will die NBP ihre Goldkäufe fortsetzen.
Die Goldbestnde der Polnischen Nationalbank NBP belaufen sich inzwischen auf 550 Tonnen und bertreffen damit die 506,5 Tonnen der EZB. Ihr Wert liegt bei mehr als 63 Milliarden Euro.
Die Goldbestände der Polnischen Nationalbank NBP belaufen sich inzwischen auf 550 Tonnen und übertreffen damit die 506,5 Tonnen der EZB. Ihr Wert liegt bei mehr als 63 Milliarden Euro. Narodowy Bank Polski/X

Die Goldbestände der Polnischen Nationalbank NBP belaufen sich inzwischen auf 550 Tonnen und übertreffen damit die 506,5 Tonnen der EZB. Ihr Wert liegt bei mehr als 63 Milliarden Euro. Gold macht damit 28,2 Prozent der polnischen Währungsreserven aus. Im Jahr 2024 waren es noch 16,9 Prozent. Es ist einer der schnellsten Strukturwechsel unter den Zentralbanken weltweit. „Gold ist frei von Kreditrisiken, unabhängig von geldpolitischen Entscheidungen anderer Länder und widerstandsfähig gegen finanzielle Schocks“, sagte der Präsident der Polnischen Nationalbank, Adam Glapiński. „Es trägt zur Stabilität der polnischen Wirtschaft bei“, fügte er hinzu. Glapiński erklärte, die Zentralbank wolle die Reserven auf 700 Tonnen erhöhen. Der Gesamtwert der Goldbestände soll 94 Milliarden Euro erreichen.



Nach Angaben des World Gold Council erwarten 95 Prozent der befragten Zentralbanken, dass die weltweiten Goldbestände im kommenden Jahr weiter steigen werden. Viele sehen in Gold einen Schutz vor Währungs- und Finanzkrisen sowie ein Mittel zur Diversifizierung weg vom Dollar. Die größten Goldkäufe der polnischen Zentralbank erfolgten Ende 2025 in einer Phase hoher Marktvolatilität. Die Strategie spiegelt breitere Sorgen um wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und einen Wandel der internationalen Währungsordnung wider. Prognosen für 2026 reichen von 4.150 bis über 5.000 US-Dollar je Feinunze.

Euronews/PAP/ps

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