Damit verpasste Świątek erneut den Einzug ins Halbfinale des Grand-Slam-Turniers, das weiterhin als einziger Titel in ihrer Sammlung fehlt. Rybakina dominierte vor allem im zweiten Satz mit starkem Aufschlag und besiegelte den Erfolg nach 1:35 Stunden mit ihrem elften Ass.
Auf der Pressekonferenz nach dem Match äußerte sich Świątek jedoch nicht nur zum sportlichen Ausgang, sondern auch zur Organisation des Turniers. Sie stellte sich dabei auf die Seite der US-Amerikanerin Coco Gauff, die zuvor die fehlende Privatsphäre für Spielerinnen kritisiert hatte.
Auslöser war ein Vorfall um Gauff, die nach ihrer Niederlage gegen Elina Switolina abseits des Courts ihren Schläger zertrümmerte. Obwohl sie sich dafür bewusst einen abgeschiedenen Ort gesucht habe, wurde die Szene gefilmt und verbreitete sich schnell im Internet.
„Die Frage ist, ob wir Tennisspieler sind oder eher Tiere im Zoo“, sagte Świątek. „Es wäre schön, ein bisschen Privatsphäre zu haben und nicht ständig beobachtet zu werden.“
„In Wimbledon gibt es Plätze, die man nur mit Akkreditierung betreten kann, dort sind keine Zuschauer. Es gibt jedoch Turniere, bei denen das unmöglich ist und man ständig beobachtet wird. Ich glaube nicht, dass das nur deshalb so sein muss, weil wir Tennisspieler sind. Wir können auf dem Platz und bei Pressekonferenzen gesehen werden – das ist unsere Arbeit. Aber es ist nicht unsere Aufgabe, ein Meme zu werden, nur weil man seine Akkreditierung vergessen hat“, stellte die polnische Tennisspielerin klar.
Am Donnerstag trifft im Halbfinale Aryna Sabalenka auf Elina Switolina, Rybakina spielt gegen die Amerikanerin Jessica Pegula um den Finaleinzug.
eurosport/IAR/jc