Deutsche Redaktion

Sikorski kommentiert russische Angriffe: „Das war Putins Versprechen an Trump“

03.02.2026 10:48
Polens Außenminister Radosław Sikorski hat die massiven russischen Angriffe auf die Ukraine scharf kritisiert und Zweifel an Zusagen des Kremls gegenüber den USA geäußert. „So viel also zu Putins Versprechen gegenüber dem Präsidenten der Vereinigten Staaten“, schrieb Sikorski am Dienstag auf der Plattform X.
Polish Deputy Prime Minister and Foreign Minister Radosław Sikorski.
Polish Deputy Prime Minister and Foreign Minister Radosław Sikorski.Photo: PAP/Tomasz Gzell

Er bezog sich dabei auf einen Beitrag des ukrainischen Außenministers Andrij Sybiha, der die jüngsten russischen Angriffe bei Temperaturen von unter minus 20 Grad als „genozidale Attacken“ gegen das ukrainische Volk bezeichnete. Sybiha erklärte, Russland habe Drohnen und Raketen gesammelt, um den Terror gegen die Zivilbevölkerung mitten im härtesten Winter fortzusetzen.

US-Präsident Donald Trump hatte nach eigenen Angaben vergangene Woche den russischen Präsidenten Wladimir Putin gebeten, die Bombardierungen ukrainischer Städte wegen einer Kältewelle für eine Woche auszusetzen. Der Kreml bestätigte später eine vorübergehende Aussetzung der Angriffe auf Kiew bis zum 1. Februar, um „günstige Bedingungen für Friedensverhandlungen“ zu schaffen.

Am Dienstag führte Russland jedoch erneut einen groß angelegten Angriff auf die Ukraine durch. Explosionen wurden aus Kiew, Charkiw und Dnipro gemeldet. Es gab Berichte über Verletzte sowie Schäden an der Energieinfrastruktur. Nach Angaben von Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko wurden fast 1200 Wohnblocks von der Wärmeversorgung abgeschnitten.


PAP/jc

Kiew weiter ohne Heizung – Bewohner suchen Schutz in Wärmestuben

28.01.2026 21:31
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind weiterhin mehr als 700 Gebäude ohne Heizung. Nach russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur hätten zudem rund 10.000 Einwohner noch immer keinen Strom, teilte der erste Vizepremier und Energieminister Denys Schmyhal mit. „Der Prozess der Wiederherstellung läuft“, schrieb er. Parallel arbeite die Regierung an langfristigen Lösungen wie neuen Leitungen und Kraft-Wärme-Kopplung.

Donald Tusk reist nach Kiew. „Die Ukraine darf nicht allein bleiben“

03.02.2026 06:00
Ministerpräsident Donald Tusk will in den kommenden Tagen auf Einladung von Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Kiew reisen. Angesichts der dramatischen Energiesituation dürfe die Ukraine nicht ohne Unterstützung bleiben, betonte der Regierungschef.