Wie Polens Regierungschef am Montag angekündigt hat, werde er in den kommenden Tagen auf Einladung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu einem Besuch nach Kiew reisen. Angesichts der anhaltenden russischen Aggression und der dramatischen Energiesituation dürfe die Ukraine nicht ohne internationale Unterstützung bleiben, betonte Donald Tusk. „In dieser dramatischen Zeit darf die Ukraine nicht allein bleiben“, schrieb der Premier in auf X. Zuletzt hatten sich Tusk und Selenskyj Mitte Dezember in Warschau getroffen. „Du bist nicht nur in der Ukraine, sondern auch hier in Polen ein Held. Wir behandeln dich wie einen Helden“, sagte der Regierungschef damals während des offiziellen Teils des Treffens.
Russland greift ukrainische Energieinfrastruktur an
Seit mehreren Wochen führt Russland verstärkte Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine durch. Hauptziele sind Heizkraft- und Umspannwerke. In vielen Orten, auch in Kiew, kommt es zu massiven Stromproblemen. Die Ausfälle dauern teils mehr als ein Dutzend Stunden. Insgesamt haben rund 800.000 Einwohner der Hauptstadt keinen Zugang zu Strom. Etwa 1.300 Wohnblocks bleiben ohne Heizung.
Die internationale Hilfe für die Ukraine hält an. In der vergangenen Woche hat die polnische Agentur für staatliche strategische Reserven weitere Stromgeneratoren bereitgestellt. Kiew hat zudem im Rahmen der Spendenkampagne „Wärme aus Polen für Kiew“ die erste Lieferung von Generatoren erhalten. Dafür wurden bislang fast 2,25 Millionen Euro gesammelt.
PR/X/ps