„Diese Suppe ist ein Zeichen, dass die Welt uns nicht vergessen hat, dass Polen an uns denkt“, sagte eine Bewohnerin der Nachrichtenagentur PAP. Die Ausgabestellen wurden unter anderem im Stadtteil Darnyzja neben sogenannten „Unbeugsamkeitszelten“ eingerichtet – großen Notfallzelten, in denen sich Menschen aufwärmen, Tee trinken und elektronische Geräte laden können.
Zu den Initiatoren gehört der Krakauer Unternehmer Bartłomiej Szczoczarz, der sich seit Beginn der russischen Invasion für ukrainische Kriegsflüchtlinge engagiert. Die Suppe sei über vier Tage hinweg in großen Mengen gekocht worden, berichtete er.
In der Nacht zum Dienstag hatte Russland nach ukrainischen Angaben den bislang größten Angriff des Jahres auf die Energieinfrastruktur gestartet. Dabei seien 450 Drohnen und mehr als 60 Raketen eingesetzt worden. In mehreren Städten, darunter Kiew, Charkiw und Dnipro, kam es bei Temperaturen von minus 20 Grad zu Strom- und Heizungsausfällen.
Die Organisatoren betonten, die Aktion solle nicht nur praktische Hilfe leisten, sondern auch Solidarität zeigen. „Es geht darum, deutlich zu machen, dass Polen die Ukraine nicht vergisst“, sagte der frühere Krakauer Stadtrat Łukasz Wantuch.
An der Initiative beteiligten sich auch in Polen lebende Ukrainer. Die Ukrainerin Ines Oleksy, die seit 15 Jahren in Polen lebt, erklärte, sie sehe ihr Engagement als Bürgerpflicht. Die Ukraine verteidige nicht nur sich selbst, sondern ganz Europa.
PAP/IAR/jc