Deutsche Redaktion

Pole in russischem Gefängnis zu Tode geprügelt

05.02.2026 06:00
Der in einer russischen Untersuchungshaftanstalt gestorbene polnische Staatsbürger, Krzysztof Galos,  hat sich aktiv an Solidaritätsaktionen für die Ukraine beteiligt und mit Soldaten der ukrainischen Streitkräfte fotografieren lassen. Entgegen früheren Medienberichten habe er weder prorussische Narrativen verbreitet noch den Krieg infrage gestellt.
Nach Aussagen ehemaliger Hftlinge wurde der Pole im Untersuchungsgefngnis Nr. 2 im russischen Taganrog (Gebiet Rostow) zu Tode geprgelt.
Nach Aussagen ehemaliger Häftlinge wurde der Pole im Untersuchungsgefängnis Nr. 2 im russischen Taganrog (Gebiet Rostow) zu Tode geprügelt.wikimedia commons

Journalisten von „Slidstvo.Info“ haben ein Foto von Krzysztof Galos wenige Tage vor seinem Verschwinden in Begleitung ukrainischer Soldaten in Beryslaw im Gebiet Cherson erlangt. Die Analyse seiner sozialen Netzwerke habe gezeigt, dass er an einer Solidaritätskundgebung für die Ukraine in Warschau teilgenommen hatte. Am 5. April 2023 hatte er ein Video vom Treffen  der Präsidenten Andrzej Duda und Wolodymyr Selenskyj gezeigt und sein großes Interesse an der Veranstaltung betont. Am 14. April 2023 hatte Galos dann die polnisch-ukrainische Grenze überquert. Sein Mobiltelefon wurde zunächst in Odessa, später in Beryslaw geortet. Dort machte er vor einem charakteristischen städtischen Gebäude ein Foto mit zwei Soldaten der ukrainischen Territorialverteidigung. Anschließend reiste er in das Gebiet Saporischschja weiter, wo er am 20. April verschwand.

In russischem Gefängnis zu Tode geprügelt

An einem ukrainischen Kontrollposten habe Galos den Soldaten mitgeteilt, er wolle zu seiner Freundin in das besetzte Enerhodar reisen. Die Weiterfahrt wurde ihm jedoch wegen der Sicherheitslage untersagt. Kurz darauf soll er in russische Gefangenschaft geraten sein. Nach Aussagen ehemaliger Häftlinge wurde der Pole im Untersuchungsgefängnis Nr. 2 im russischen Taganrog (Gebiet Rostow) zu Tode geprügelt.

Journalisten von „Slidstvo.Info“ haben in Galos' sozialen Netzwerken keine prorussischen Aussagen oder Inhalte gefunden, die den Krieg relativieren. Entgegen früheren Medienberichten habe der Pole keine russische Propaganda verbreitet. Zuvor hatten einige Medien berichtet, Krzysztof sei in die Ukraine gereist, weil er „nicht an den Krieg geglaubt hat“.

RMF24/ps

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