Deutsche Redaktion

Warschau begeht Nationalen Gedenktag der Heimatarmee

11.02.2026 11:19
Am Samstag, dem 14. Februar, wird in Polen zum zweiten Mal der Nationale Gedenktag der Soldaten der Heimatarmee (Armia Krajowa, AK) begangen. Aus diesem Anlass zieht eine „Parade des Respekts“ durch die Straßen der Hauptstadt, um an die größte polnische Untergrundarmee während des Zweiten Weltkriegs und ihre Soldaten zu erinnern.
Die AK war Teil der regulren polnischen Streitkrfte im Untergrund und unterstand der polnischen Exilregierung in London.
Die AK war Teil der regulären polnischen Streitkräfte im Untergrund und unterstand der polnischen Exilregierung in London. Photo: Maciej Szczepańczyk, CC BY 3.0 , via Wikimedia Commons

An der Veranstaltung nehmen die letzten noch lebenden Veteranen der Heimatarmee, das Repräsentationsregiment der Polnischen Streitkräfte, Soldaten der Territorialverteidigung sowie historische Reenactment-Gruppen, Pfadfinder und Einwohner Warschaus teil.

Die Parade startet um 12.00 Uhr am Kopernikus-Denkmal und führt über die Nowy Świat, den Plac Trzech Krzyży und die Aleje Ujazdowskie bis zum Denkmal der Heimatarmee und des Polnischen Untergrundstaates. Dort beginnen um 12.45 Uhr die offiziellen staatlichen Feierlichkeiten.

Vor Beginn der Feierlichkeiten findet um 11.00 Uhr in der Heilig-Kreuz-Basilika eine Messe für die gefallenen, verstorbenen und noch lebenden Soldaten der Heimatarmee statt. Für die Teilnehmer der Parade und der Gedenkfeier wird ein warmes Essen bereitgestellt.

Nach Angaben der Organisatoren soll der Gedenktag „an die historische Rolle der Heimatarmee erinnern, aber auch an die außergewöhnliche Rolle ihrer Soldaten, die zunächst mit der Waffe in der Hand für die Freiheit und Unabhängigkeit Polens kämpften und später – in Friedenszeiten – ihre Erfahrungen und Werte an die nächsten Generationen weitergaben“.

Der Nationale Gedenktag der Soldaten der Heimatarmee wurde am 9. Januar 2025 vom polnischen Parlament einstimmig beschlossen. In der Präambel des Gesetzes heißt es, man ehre damit „die größte konspirative Armee im von Deutschland und Russland besetzten Europa“, die als bewaffneter Arm des Polnischen Untergrundstaates für die Wiedererlangung der Souveränität kämpfte.

Der 14. Februar erinnert an die Gründung der Heimatarmee im Jahr 1942 durch General Władysław Sikorski. Die AK war Teil der regulären polnischen Streitkräfte im Untergrund und unterstand der polnischen Exilregierung in London. Ihr Ziel war es, den bewaffneten Widerstand zu organisieren und sich auf einen landesweiten Aufstand im Moment des militärischen Zusammenbruchs Deutschlands vorzubereiten.


PAP/jc

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