Deutsche Redaktion

Polen erhält fast 44 Milliarden Euro für Aufrüstung

17.02.2026 10:39
Die EU-Mitgliedstaaten haben die Rüstungsprojekte Polens aus dem neuen europäischen Kreditfonds SAFE endgültig gebilligt. Die Finanzminister der 27 Länder gaben am Dienstag formell grünes Licht. Zuvor hatten bereits die EU-Botschafter zugestimmt. 
KE zatwierdziła kolejne środki dla Polski
KE zatwierdziła kolejne środki dla PolskiFabrizio Maffei/ Shutterstock

Der Fonds SAFE (Security Action for Europe) umfasst insgesamt 150 Milliarden Euro. Polen soll daraus fast ein Drittel erhalten – rund 44 Milliarden Euro in Form von zinsgünstigen Darlehen zu bevorzugten Konditionen. Ziel des Instruments ist es, die Verteidigungsfähigkeit Europas angesichts der Bedrohung durch Russland zu stärken.

Nach Angaben der polnischen Regierung sollen mit den Mitteln mehr als 130 Projekte finanziert werden. Dazu zählen unter anderem der Ausbau der Grenzbefestigung „Tarcza Wschód“ (Ostschild), die Beschaffung von Drohnen und Abwehrsystemen gegen Drohnen, Mehrkaliber-Munition, Flugabwehrraketensysteme sowie Artilleriehaubitzen. Auch Investitionen in Cybersicherheit und den Schutz kritischer Infrastruktur sind vorgesehen.

EU-Kommissar für Verteidigungsindustrie, Andrius Kubilius, sprach von einer klaren Strategie Polens beim Ausbau militärischer Fähigkeiten.

Polens Finanzminister Andrzej Domański betonte, mehr als 80 Prozent der Mittel sollten in Polen ausgegeben werden – bei heimischen Unternehmen oder bei Firmen, die in Polen produzieren und moderne Technologien ins Land bringen. Eine erste Vorfinanzierung in Höhe von 15 Prozent könnte Polen nach Regierungsangaben Ende März oder Anfang April erhalten. Die Rückzahlung der Kredite soll in zehn Jahren beginnen und bis 2070 gestreckt werden.


PAP/jc

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