Coventry dankte Italien für die Organisation der Spiele. Das Land habe „eine neue Art von Winterspielen ausgerichtet und einen sehr hohen Standard für die Zukunft gesetzt“, sagte sie. Für die frühere Olympiasiegerin waren es die ersten Spiele in ihrer Funktion als Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees.
Zum Abschluss präsentierten die Gastgeber eine Show mit dem Titel „Beauty in Action“, eine künstlerische Hommage an Italien. Unter anderem traten die Schauspielerin Benedetta Porcaroli, der Tänzer Roberto Bolle sowie die Musiker Achille Lauro und Gabry Ponte auf.
Während der Zeremonie wurden zudem die Medaillen im 50-Kilometer-Langlauf in der klassischen Technik vergeben. Für die Sieger erklangen die Nationalhymnen Schwedens und Norwegens. Der Norweger Johannes Høsflot Klæbo nahm aus den Händen Coventrys seine elfte olympische Goldmedaille entgegen – die sechste bei diesen Spielen. Damit ist er der erfolgreichste Athlet in der Geschichte der Winterspiele.
Gemäß olympischer Tradition übergaben die italienischen Gastgeber die Fahne an die Organisatoren der nächsten Winterspiele. Diese finden 2030 in den Französischen Alpen statt, konkret in den Regionen Auvergne-Rhône-Alpes und Provence-Alpes-Côte d’Azur.
In Mailand und Cortina waren insgesamt 2871 Athletinnen und Athleten aus 92 Ländern am Start. In 116 Wettbewerben wurde um Medaillen gekämpft – so viele wie nie zuvor bei Winterspielen.
Polen gewann vier Medaillen – drei Silber- und eine Bronzemedaille. Drei davon gingen auf das Konto des 19-jährigen Skispringers Kacper Tomasiak, der Silber von der Normalschanze, Bronze von der Großschanze sowie Silber im Duo-Wettbewerb mit Paweł Wąsek holte. Zudem sicherte sich der gebürtige Jekaterinburger Wladimir Semirunnij Silber über 10.000 Meter im Eisschnelllauf.
Den Medaillenspiegel gewann Norwegen mit 41 Medaillen, darunter 18 goldene, vor den USA mit 33 Medaillen (12 Gold). Polen belegte Rang 21.
PAP/jc