Der Montagmorgen hatte einen deutlichen Anstieg der Rohölpreise gebracht. Ein Barrel kostet inzwischen mehr als 100 US-Dollar. Hintergrund sind unter anderem Förderkürzungen in Kuwait und im Irak. Der Iran warnte zudem, dass der Preis in naher Zukunft sogar über 200 Dollar pro Barrel steigen könnte.
Tusk verwies darauf, dass andere politische Akteure größeren Einfluss auf die Entwicklung hätten. „Ein anderer Donald hat ganz sicher realen Einfluss darauf, was mit den Kraftstoffen weltweit geschieht. Bitte richten Sie Ihre Fragen also dorthin und nicht an den bescheidenen polnischen Donald."
Tusk kündigte an, die Regierung wolle Maßnahmen ergreifen, um einen starken Preisanstieg in Polen zu verhindern. Kraftstoffe würden zwar nicht deutlich günstiger sein als in den Nachbarländern, man wolle aber sicherstellen, dass niemand aus der aktuellen Krise übermäßig Profit schlage.
Zugleich versicherte er, dass es derzeit keine Hinweise auf Versorgungsprobleme gebe. Kraftstoff sollte in Polen nicht knapp werden, sagte der Premier. Allerdings beziehe sich diese Einschätzung auf einen Zeitraum von einigen Wochen.
Sollte der Krieg jedoch länger dauern als von Trump angekündigt, sei die weitere Entwicklung auf dem Öl- und Benzinmarkt schwer vorherzusagen. Niemand könne derzeit abschätzen, wie sich die Lage dann entwickeln werde, sagte Tusk.
PAP/jc