Deutsche Redaktion

Sprittourismus: Einschränkungen für Deutsche Fahrer

13.03.2026 10:13
Tanken in Polen statt in Deutschland – für viele Autofahrer lohnt sich der kurze Weg über die Grenze. In Świnoujście ist Kraftstoff derzeit deutlich günstiger als im benachbarten Heringsdorf. Wer 50 Liter tankt, kann mehr als 30 Euro sparen.
Die Stadtverwaltung von Świnoujście reagiert und fordert eine Begrenzung: In Kanistern sollen hchstens noch 20 Liter verkauft werden.
Die Stadtverwaltung von Świnoujście reagiert und fordert eine Begrenzung: In Kanistern sollen höchstens noch 20 Liter verkauft werden.REUTERS

Die polnische Stadt Świnoujście erwägt Einschränkungen für Autofahrer aus Deutschland, die zum Tanken über die Grenze kommen. Hintergrund ist ein starker Anstieg des sogenannten Sprittourismus, nachdem die Treibstoffpreise in Deutschland deutlich gestiegen sind. Während ein Liter Diesel im nahegelegenen deutschen Badeort Heringsdorf zuletzt rund 2,07 Euro kostete, liegt der Preis im benachbarten Świnoujście bei umgerechnet weniger als sechs Złoty pro Liter. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern können Autofahrer so mehr als 30 Euro sparen.

Nach Angaben der Stadtverwaltung führt der Ansturm jedoch zunehmend zu Problemen bei der Versorgung. Einige Tankstellen hätten ihre Vorräte zeitweise aufgebraucht. Stadtpräsidentin Joanna Agatowska fordert deshalb, den Verkauf von Kraftstoff in Kanistern zu begrenzen. Tankstellen sollen demnach höchstens 20 Liter pro Kunde in Kanistern verkaufen. Ziel sei es, die Versorgung der Einwohner und kommunalen Dienste sicherzustellen.

Auch strengere Kontrollen an der Grenze werden erwogen. Nach geltenden Regeln dürfen zwar Kanister mit bis zu 20 Litern transportiert werden, zollfrei ausgeführt werden dürfen jedoch nur zehn Liter.


BusinessInsider/jc