Zuvor hatte er sich mit Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán sowie Präsident Tamás Sulyok getroffen. Nawrocki sprach von „fruchtbaren Gesprächen“. Zugleich betonte er: „Wir Polen lieben die Ungarn, und wir hassen den Kriegsverbrecher Putin.“
Polen und Ungarn verbinde eine jahrhundertelange gemeinsame Geschichte sowie gegenseitige Unterstützung in schwierigen Zeiten, erklärte Nawrocki. Er erinnerte dabei unter anderem an den Polnisch-Sowjetischen Krieg 1920 sowie den ungarischen Volksaufstand von 1956.
Anlass des Besuchs war der Tag der Polnisch-Ungarischen Freundschaft am 23. März. Details zu den Gesprächen wurden von der polnischen Präsidialkanzlei nicht bekanntgegeben.
Der Besuch sorgte jedoch für Kritik. Beobachter sehen ihn im Kontext des laufenden Wahlkampfs in Ungarn, der sich in einer entscheidenden Phase befindet. Nawrockis Auftreten könnte als Unterstützung für Orbán und dessen Partei Fidesz gewertet werden, die seit 16 Jahren an der Macht ist.
Zudem berichteten Medien über mutmaßliche russische Einflussnahme zugunsten der Regierungspartei. Auch soll Ungarns Außenminister Péter Szijjártó EU-Beratungen an Russlands Außenminister Sergej Lawrow weitergegeben haben.
Polens Ministerpräsident Donald Tusk und Außenminister Radosław Sikorski kritisierten das Treffen mit Orbán.
PAP/jc