Wie Daten des Zentralen Büros für Kriminalermittlungen der Polizei (CBŚP) zeigen sollen, seien im vergangenen Jahr 265 ausländische Tatverdächtige im Zusammenhang mit kriminellen Gruppen angeklagt worden – ein Anstieg um 81 gegenüber dem Vorjahr, berichtete die Zeitung. Rund 80 Prozent von ihnen waren russischsprachig, hieß es.
Wie der ehemalige Polizeibeamte und Professor an der WSB-Universität in Dąbrowa , Tomasz Safjański, erklärte, spiegele der Trend die wachsende Präsenz osteuropäischer krimineller Gruppen in Polen wider.
Den im Bericht zitierten Statistiken zufolge habe die Polizei zwar weniger inländische Banden zerschlagen, zugleich sei jedoch die Zahl internationaler Gruppen – darunter russischsprachige Netzwerke – gestiegen. Safjański nach sei insbesondere das Wachstum bei Tatverdächtigen aus Weissrussland und Armenien besorgniserregend: Ihre Zahl habe sich nahezu vervierfacht beziehungsweise verdoppelt.
Nach Angaben der Rzeczpospolita spezialisieren sich einzelne Gruppen auf bestimmte Kriminalitätsformen. Weißrussische Banden werden mit Zigarettenschmuggel in Verbindung gebracht, teils unter Einsatz von Wetterballons – eine Methode, die nach Einschätzung der Behörden auch mit Taktiken hybrider Kriegsführung zusammenhängen könnte. Georgische Gruppen würden häufiger hinter Einbrüchen sowie dem Diebstahl von Luxusuhren und Diamanten während ukrainische Netzwerke oft hinter sogenannten Bankbetrugsmaschen stehen.
„Osteuropäische Kriminalität wird immer schwerer aufzudecken“, wurde Safjański zitiert. „Neben den auf der Straße sichtbaren Gewalttaten weiten diese Gruppen ihre Aktivitäten auf Cyberkriminalität, Menschenhandel sowie komplexe Finanz- und Zollbetrugsdelikte aus“, fügte er hinzu.
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IAR/PR/ps