Deutsche Redaktion

Russischer Jurist: Russland weit von ernsthaften Verhandlungen mit der Ukraine entfernt

01.04.2026 11:13
Moskau imitiere lediglich die Teilnahme an Verhandlungen aus propagandistischen Gründen, ohne ein echtes Interesse an praktischen Fortschritten zu haben, sagt der unabhängige russische Jurist Mark Fejgin im Gespräch mit dem Polnischen Runfunk.
Rosja wydaliła brytyjskiego dyplomatę
Rosja wydaliła brytyjskiego dyplomatęReuters

Russland ist nach Einschätzung des unabhängigen russischen Juristen Mark Fejgin weit von einer Wiederaufnahme ernsthafter Verhandlungen mit der Ukraine entfernt. Im Gespräch mit dem Polnischen Rundfunk sagte er, der Kreml simuliere Friedensgespräche vor allem aus propagandistischen Gründen.

Zuletzt hatten Vertreter Russlands, der Ukraine und der USA im Februar über ein mögliches Ende des Krieges gesprochen. Ende März und Anfang April will Moskau nach ukrainischer Darstellung nicht einmal den Vorschlag von Präsident Wolodymyr Selenskyj für eine befristete Waffenruhe im Energiesektor über die Osterfeiertage aufgreifen.

Einige Militärexperten vermuten, dass der Kreml vorerst nicht über Frieden verhandeln will, solange unklar ist, welche Ergebnisse eine mögliche Frühjahrs- und Sommeroffensive bringen könnte. Fejgin sagte, von den Gesprächen sei kein Ergebnis zu erwarten. Moskau imitiere lediglich die Teilnahme an Verhandlungen, ohne ein echtes Interesse an praktischen Fortschritten zu haben.

Auf Selenskyjs Vorschlag reagierte Kremlsprecher Dmitri Peskow ausweichend. Er sagte, der ukrainische Präsident solle konkrete Entscheidungen für einen dauerhaften Frieden treffen und nicht für einen nur zeitweiligen Waffenstillstand.

IAR/adn

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