Der Chef des Generalstabs der Polnischen Streitkräfte, Wiesław Kukuła, hat mit General Christopher Donahue, Oberbefehlshaber der US-Armee in Europa und Afrika sowie der NATO-Landstreitkräfte, gesprochen. Thema waren unter anderem die Sicherheit der östlichen NATO-Flanke, hieß es in einer Mitteilung. Dazu zählten insbesondere die Annahmen der Europäischen Abschreckungsinitiative für die Ostflanke (Eastern Flank Deterrence Initiative) sowie der weitere Ausbau militärischer Fähigkeiten zur Stärkung einer wirksamen Abschreckung. Wie der Generalstab der Polnischen Streitkräfte weiter mitteilte, ging es auch um die verstärkte Präsenz von US-Truppen in Polen.
Medienberichte zu US-Truppen in NATO-Staaten
General Christopher Donahue gehört zu den wichtigsten US-Offizieren mit Zuständigkeit für Europa und Afrika. Seit 2024 ist er Oberbefehlshaber der US-Armee in Europa und Afrika sowie Chef des NATO Landstreitkräftekommandos. Zuvor war er unter anderem als Kommandeur der 82. Luftlandedivision für die Sicherung des Flughafens in Kabul während der Evakuierung der USA und ihrer Verbündeten aus Afghanistan verantwortlich. Anschließend hat er unter anderem den Einsatz von Soldaten dieser Division koordiniert, die nach der russischen Invasion in die Ukraine im Jahr 2022 in Rzeszów stationiert wurden.
Er war auch an der Ausbildung und Beratung ukrainischer Offiziere beteiligt, die die Verteidigung gegen Russland führen. Zudem spielte er eine wichtige Rolle bei den Vorbereitungen der US-Streitkräfte in Europa vor der russischen Invasion der Ukraine im Jahr 2022. Derzeit sind in Polen zwischen 8.000 und 10.000 US-Soldaten stationiert. Berichte über das Gespräch der Generäle erscheinen zu einem Zeitpunkt, wo dem The Wall Street Journal zufolge, die Regierung von Donald Trump einen Truppenabzug aus jenen NATO-Staaten erwäge, die den USA im Krieg gegen den Iran „nicht ausreichend Unterstützung“ geleistet hätten. In Betracht gezogen werde eine Verlegung von Kräften an die Ostflanke, darunter auch nach Polen.
IAR/PR/ps