Deutsche Redaktion

Er lebte und starb für andere. Jahrestag des Transports nach Auschwitz

28.05.2026 06:00
Vor 85 Jahren wurde Rajmund Kolbe in das KZ-Auschwitz transportiert.
Maksymilian Maria Kolbe w 1936 r.
Maksymilian Maria Kolbe w 1936 r.PAP/Alamy

Vor 85 Jahren, am 28. Mai 1941, wurde Maximilian Kolbe, der Franziskaner, Missionar, Gründer von Klöstern in Niepokalanów und Nagasaki und Herausgeber katholischer Zeitschriften in das KZ-Auschwitz transportiert.

In den Jahren 1912-1919 studierte er an der "Gregorianum" -Universität in Rom, wo er einen Doktortitel in Philosophie erhielt. 1927 gründete er in der Nähe von Warschau das Kloster und den Verlag Niepokalanów. Drei Jahre später reiste er nach Japan, von wo er 1936 zurückkehrte. Nachfolgend übernahm er die Leitung von Niepokalanów, dem größten katholischen Kloster der Welt.

Im September 1939 schlossen die deutschen Besatzer das Kloster Niepokalanów. Trotzdem kümmerte sich Kolbe um die Vorbereitungen für die Aufnahme von dreitausend Menschen im Kloster, darunter Juden, die aus Poznań vertrieben wurden. Er eröffnete eine Reparaturwerkstatt für Uhren und Fahrräder, schuf eine Blechschmiede und organisierte eine Sanitärabteilung. Er wurde am 28. Mai in einem der ersten Transporte inmitten von 304 Personen, hauptsächlich Geistigen, darunter 15 Juden, nach Auschwitz deportiert. Er erhielt die Nummer 16670.

Maximilian Kolbe gab im Todeslager sein Leben für einen anderen Mitgefangenen, Franciszek Gajowniczek. Pater Maximilian wurde zum ersten polnischen Märtyrer des Zweiten Weltkriegs ernannt. Er wurde 1971 von Papst Paul VI. seliggesprochen, und 11 Jahre später vom heiligen Johannes Paul II. heiliggesprochen. Franciszek Gajowniczek hat den Krieg überlebt. Er starb 1995 in Brzeg in der Region Opole im Alter von 94 Jahren.


IAR/jc

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