Deutsche Redaktion

Kraftwerk auf der Krim und strategische Chemiebetriebe in Flammen

12.06.2026 13:00
In der Nacht zum 12. Juni sind Russland und die annektierte Halbinsel Krim von Drohnen angegriffen worden. Nach den Einschlägen brachen Brände in einem Heizkraftwerk in Simferopol auf der Krim, im Chemiewerk Togliattikauchuk in Russland sowie im petrochemischen Komplex Nizhnekamskneftekhim in der Republik Tatarstan aus.
In den vergangenen Wochen haben sich die Angriffe auf die Infrastruktur der Krim deutlich verstrkt. Am 4. Juni haben Drohnen ein Treibstofflager und ein Heizkraftwerk in Simferopol getroffen.
In den vergangenen Wochen haben sich die Angriffe auf die Infrastruktur der Krim deutlich verstärkt. Am 4. Juni haben Drohnen ein Treibstofflager und ein Heizkraftwerk in Simferopol getroffen.exilenova_plus

Auf der besetzten Krim gehörte unter anderem die Umgebung von Simferopol zu den Angriffszielen. Nach einem massiven Drohnenangriff brach in der Nähe eines lokalen Heizkraftwerks ein Brand aus. In der Stadt kam es zu Stromausfällen, berichteten die Portale Ukrajinska Prawda und RBC-Ukraine.

Heftige Explosionen waren auch insbesondere in den Ortschaften Donskoje und Marjino zu hören. Weitere Detonationen wurden aus den Bezirken Nyschnjohirsk und Krasnohwardijske im Norden der Halbinsel gemeldet. Zudem gab es Berichte über Einsätze der Luftabwehr und Explosionen im Bereich des Militärflugplatzes Saki, einer der wichtigsten militärischen Einrichtungen auf der Krim.

Angriff auf strategische Chemiebetriebe in Russland

Ukrainische Drohnen haben auch das Industriegebiet der Stadt Togliatti im russischen Gebiet Samara angegriffen. Nach einer Reihe von Explosionen ist im Werk Togliattikauchuk ein Brand ausgebrochen. Über dem Betrieb stieg dichter schwarzer Rauch auf. Das Werk gilt als strategisch wichtig. Dort werden synthetischer Kautschuk für die Reifenindustrie, Gummierzeugnisse sowie oktanreiche Kraftstoffzusätze hergestellt, die auch in militärischer Ausrüstung verwendet werden.

Gleichzeitig wurde auch der petrochemische Komplex Nizhnekamskneftekhim in der Republik Tatarstan angegriffen. Das Unternehmen stellt mehr als 120 verschiedene Produkte her, darunter synthetischen Kautschuk und Kunststoffe.

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art in jüngster Zeit. Bereits Anfang April 2026 war das Werk Togliattikauchuk Ziel eines Drohnenangriffs, der einen größeren Brand ausgelöst hatte.

In den vergangenen Wochen haben sich die Angriffe auf die Infrastruktur der Krim deutlich verstärkt. Am 4. Juni haben Drohnen ein Treibstofflager und ein Heizkraftwerk in Simferopol getroffen. In der Nacht vom 7. auf den 8. Juni wurden ein Öllager, das Wärmekraftwerk Sujiwska sowie die Tschonhar-Brücke angegriffen. Am 11. Juni wurden zudem Explosionen, Schäden an einer Brücke und Störungen der Treibstoffversorgung auf der Halbinsel gemeldet.

RMF24/ps

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