Deutsche Redaktion

Kiewer Lawra beschädigt – Außenminister Sikorski zieht Vergleich zu Polens "Jasna Góra"

16.06.2026 11:54
 „Im 11. Jahrhundert wuchs dort, wo heute Moskau liegt, noch Wald. Vielleicht gefällt Putin das deshalb nicht“, sagte Sikorski und forderte mehr Waffen und Luftabwehr für die Ukraine.
Zerstrungen nach dem russischen Angriff auf Kiew am 15. dieses Monats. Mindestens 18 Menschen wurden verletzt, und das historische Kloster Lawra der Kiewer Hhlenmnche stand infolge eines massiven Angriffs mit russischen Raketen und Drohnen in Flammen. (ad) PAPVladyslav Musiienko
Zerstörungen nach dem russischen Angriff auf Kiew am 15. dieses Monats. Mindestens 18 Menschen wurden verletzt, und das historische Kloster Lawra der Kiewer Höhlenmönche stand infolge eines massiven Angriffs mit russischen Raketen und Drohnen in Flammen. (ad) PAP/Vladyslav MusiienkoPAP/Vladyslav Musiienko

Nach dem Angriff auf die Kiewer Höhlenlawra hat Polens Außenminister Radosław Sikorski Russland vorgeworfen, eines der wichtigsten christlichen Heiligtümer Europas getroffen zu haben. Die Lawra sei die „ukrainische Jasna Góra“, sagte Sikorski in Luxemburg. Er fügte hinzu: „Im 11. Jahrhundert wuchs dort, wo heute Moskau liegt, noch Wald. Vielleicht gefällt Putin das deshalb nicht.“

Russland hatte die unbelegte Darstellung verbreitet, ein amerikanischer Patriot-Flugkörper habe den Schaden verursacht. Dem stehen ukrainische Angaben über einen russischen Raketen- und Drohnenangriff sowie die Reaktionen mehrerer europäischer Staaten entgegen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Russland zeige damit „der Welt, dass es den Krieg fortsetzen will“. Sikorski forderte mehr Waffen und Luftabwehr für die Ukraine: „Die Ukraine muss bewaffnet werden, damit sie stärker ist, denn Putin ist nicht an einem Ende des Krieges interessiert.“

IAR/PAP/adn

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