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Neue EU-Abgabe bremst Pakete aus China

21.07.2026 09:25
Die seit Anfang Juli geltende neue EU-Abgabe auf Waren aus Nicht-EU-Staaten führt zu einem deutlichen Rückgang der Bestellungen aus China. Branchenvertreter rechnen damit, dass im laufenden Jahr mehr als eine Milliarde Pakete weniger in die Europäische Union geliefert werden könnten.
Zdjęcie ilustracyjne
Zdjęcie ilustracyjneARKADIUSZ ZIOLEK/East News

Seit dem 1. Juli wird für Sendungen aus Nicht-EU-Ländern mit einem Warenwert bis 150 Euro eine Steuer von drei Euro je Warenkategorie erhoben. Nach ersten Branchenzahlen ist die Zahl der Pakete aus China im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um bis zu 20 Prozent gesunken.

Besonders betroffen sind Bestellungen über Plattformen wie Temu, Shein und AliExpress. Die zusätzlichen Kosten werden den Kunden häufig erst beim Abschluss des Einkaufs angezeigt und führen nach Einschätzung von Marktbeobachtern dazu, dass viele Bestellungen storniert werden.

Chinesische Onlinehändler reagieren inzwischen mit einer Anpassung ihrer Logistik. Sie verlagern Waren verstärkt in Lager innerhalb der Europäischen Union und liefern Bestellungen von dort aus an die Endkunden. Dadurch entfällt die neue Einzelabgabe, zugleich verkürzen sich die Lieferzeiten.


IAR/jc

EU-Kommission will Zölle auf Kleinsendungen aus China schon ab Anfang 2026 einführen

13.11.2025 11:43
Die Europäische Kommission will Zölle auf kleine Paketsendungen aus China deutlich früher einführen als bislang geplant. Nach Informationen der Zeitung Financial Times sollen die neuen Regelungen bereits Anfang kommenden Jahres in Kraft treten. Ziel ist es, europäische Hersteller besser vor unlauterer Konkurrenz aus Fernost zu schützen.