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Britische Medien warnen vor möglicher russischer Provokation gegen NATO

27.07.2026 12:25
Die Zeitung The Mail on Sunday berichtet unter Berufung auf Sicherheitskreise, Kremlchef Wladimir Putin könne versuchen, die Geschlossenheit des Bündnisses und die Reaktionsbereitschaft der USA zu testen. Ein groß angelegter militärischer Angriff gelte derzeit jedoch als unwahrscheinlich.
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Bild:Maksim Safaniuk / Shutterstock.com

Nach Einschätzung der Zeitung könnte Moskau die jüngsten politischen Veränderungen in Großbritannien nutzen, um die Entschlossenheit der neuen Regierung von Premierminister Andy Burnham auf die Probe zu stellen.

Als Hinweis auf eine verschärfte russische Gangart verweisen britische Medien auf ein Schießmanöver der russischen Fregatte Neustraschimy in internationalen Gewässern südlich von Plymouth am Tag des Amtsantritts Burnhams. Das Schiff wurde von der Royal Navy beobachtet. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters hielt sich Russland dabei an die geltenden Sicherheitsvorschriften. Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting bezeichnete das Manöver dennoch als demonstrativ und unverantwortlich.

Nach Einschätzung westlicher Sicherheitsexperten wären im Fall einer Eskalation begrenzte Aktionen wahrscheinlicher als ein direkter Angriff. Genannt werden etwa Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur, Verletzungen des Luftraums oder andere hybride Operationen, mit denen die Reaktion der NATO getestet werden könnte.

Auch aus den USA kommen nach Medienberichten Warnungen vor einer möglichen Verschärfung der russischen Aktivitäten. Konkrete Hinweise auf Vorbereitungen für einen groß angelegten militärischen Angriff gebe es nach Angaben amerikanischer Behörden derzeit jedoch nicht.


PAP/jc