Der stellvertretende Lagerkommandant Karl Fritzsch nahm das Angebot an. Kolbe wurde in den Hungerbunker im Keller des Blocks 11 gebracht. Nach zwei Wochen ohne Nahrung lebte der Ordensmann noch immer. Am 14. August 1941 wurde er schließlich durch eine Phenolspritze getötet.
Wenige Wochen vor seinem Tod hatte Kolbe zu einem Mitgefangenen gesagt: „Der Hass ist keine schöpferische Kraft. Die schöpferische Kraft ist die Liebe.“
Anlässlich des 85. Jahrestages seines Martyriums finden in Auschwitz und im nahegelegenen Harmęże Gedenkfeiern statt. Höhepunkt ist am 14. August eine Messe vor dem sogenannten Todesblock im ehemaligen Lager Auschwitz. Außerdem sind ein Gedenkgottesdienst, eine Prozession sowie Kranzniederlegungen auf dem Appellplatz, an der Todeswand und in der Todeszelle Kolbes vorgesehen.
Maximilian Kolbe war am 28. Mai 1941 aus dem Warschauer Pawiak-Gefängnis nach Auschwitz deportiert worden. Papst Paul VI. sprach ihn 1971 selig. Elf Jahre später wurde er von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen und als Märtyrer verehrt.
Franciszek Gajowniczek überlebte das Konzentrationslager und starb 1995 im Alter von 94 Jahren.
IAR/jc